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München und Liverpool - Nach der deutlichen Pleite des FC Liverpool bei Aufsteiger Watford fordert die englische Presse ein Umdenken von Jürgen Klopp - verschont ihn aber weitgehend mit Kritik.

Vier Spiele ohne Sieg, dabei drei Mal ohne eigenes Tor - und als vorläufiger Tiefpunkt das 0:3 bei Aufsteiger FC Watford.

Der Glanz der Gala-Auftritte von Jürgen Klopps FC Liverpool beim FC Chelsea (3:1), bei Manchester City (4:1) und beim FC Southampton (6:1) ist verblasst, die Realität heißt: nur Platz neun in der Premier League. Hinter Teams wie Watford, West Ham United oder Crystal Palace.

Der ehemalige BVB-Coach wird von der Kritik der englischen Presse aber noch verschont, vielmehr wird die Qualität der Mannschaft hinterfragt.

SPORT1 fasst die Pressestimmen aus England zusammen.

Mirror: "Zahnlos im Angriff, verwundbar in der Defensive: Liverpool ist immer noch eine ziemliche Baustelle. Liverpool war in der Abwehr ein Durcheinander, Ersatzkeeper Adam Bogdan erlebte einen Albtraum und die Mannschaft wirkt, als bräuchte sie dringend eine Generalüberholung. Klopp sucht noch nach festem Stand in Anfield und es war immer klar, dass das Zeit brauchen würde. Es fehlt noch Konstanz, aber die größte Überraschung in Watford war der Mangel an Kampf und Entschlossenheit."

Liverpool-Torwart Adam Bogdan kassiert ein Tor in Watford
Liverpools Ersatzkeeper Adam Bogdan (l.) erwischte in Watford einen rabenschwarzen Tag © Getty Images

Daily Mail: "Liverpool dümpelt im Mittelfeld der Tabelle herum. Kaum entdeckt Jürgen Klopp etwas, das einer Entwicklung ähnelt, muss er einen derart stümperhaften und chaotischen Auftritt verdauen. Klopp muss sich der Schwere der Aufgabe bewusst sein, wenn er diesen Klub zurück in glorreiche Zeiten führen will."

Telegraph: "Liverpool geschlagen und schikaniert. Albtraum vor Weihnachten für ein traumatisiertes Liverpool. Es hätten noch mehr Tore fallen können, als Jürgen Klopps Team von einer Mannschaft geschlagen wurde, die spielte wie ein Team von Jürgen Klopp. Wie Liverpool auf die Gegentore reagierte, war deutlich schmerzvoller als die Treffer selbst. Der Trainer tut sich schwer herauszufinden, wie sein Team Manchester City und Southampton zerstören kann, dabei zehn Tore schießt, und trotzdem an manchen Tagen so zerbrechlich sein kann."

The Guardian: "Für Liverpool war es ein Nachmittag zum Vergessen, der die jüngsten Enttäuschungen gegen Newcastle und West Bromwich bestätigte, aus denen die Reds nur einen Punkt mitgenommen hatten."

Liverpool Echo: "Klopps Flitterwochen sind vorbei und er kehrt zurück in ein renovierungsbedürftiges Haus. Das war nicht das, was passieren sollte. Das stand nicht im Plan. Kein Sieg in vier Spielen, in denen die Reds drei Mal selbst kein Tor erzielten und sieben Treffer kassierten. Es war fraglos der schwächste Auftritt seit Klopps Ankunft. Die Mannschaft steckt eindeutig noch in den Kinderschuhen. Klopp sagt, er will sich nicht eingehend mit dem Transfermarkt beschäftigen, aber dieses Spiel sollte ein Umdenken nach sich ziehen."

The Times: "Klopps Flops von Watfords Wunder zerstört. Liverpool vergisst die Grundlagen des Spiels wie Konzentration und Fleiß."

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