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An der Stamford Bridge wird demnächst ein neuer Trainer das Sagen haben
An der Stamford Bridge wird demnächst ein neuer Trainer das Sagen haben © Getty Images

München - Nach der Trennung von Jose Mourinho suchen die Londoner einen neuen Trainer. Für einen englischen Hardcore-Fan ist die Sache klar - er muss es selber machen.

Die Trainerbank an der Stamford Bridge war noch gar nicht richtig kalt, da wurden schon die ersten Namen als potentielle Nachfolger für Jose Mourinho gehandelt.

Und auch wenn mittlerweile alles darauf hindeutet, dass der Niederländer Guus Hiddink die Mannschaft wenigstens übergangsweise übernehmen und wieder auf die Erfolgsspur bringen soll, machen sich andere immer noch Hoffnungen.

So auch der Daniel Wright, glühender Fan und der richtige für Trainerjob beim FC Chelsea, jedenfalls in seinen Augen.

Warum er sich für den perfekten Nachfolger für "The Special One" hält, schilderte er in einem Brief an Blues-Boss Roman Abramovitsch.  Und diese "Bewerbung" liest sich so unterhaltsam, dass sie gerade tausendfach in den sozialen Netzwerken geteilt wird.

Fan will an Stamford Bridge aufräumen

Gleich zu Beginn des Anschreibens kann sich Wright einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen und schreibt Abramowitsch, dass er sich um den Trainerjob bei seinem einst großartigen Verein bewerben möchte. 

Des Weiteren räumt er ein, dass der Adressat wahrscheinlich nicht den Hauch einer Ahnung habe, wer er überhaupt sei. Ein Umstand, der aber schnell aus der Welt geschafft werden könne, wenn er sich denn mal ein paar Minuten Zeit nähme.

In den folgenden Zeilen berichtet er von seiner Liebe zum Fußball, die er schon als Kind entdeckt habe und schreibt, dass er eigentlich immer auch selbst gespielt habe.

Außer, wenn er im Stadion war, um seinen heißgeliebten Klub Bradford City anzufeuern. An dessen 4:2-Sieg über Chelsea im FA Cup des vorigen Jahres erinnert Wright ebenfalls ganz uncharmant.

Fragwürdiges Kompliment

Als weitere Qualifikation gibt er an, einst bereits von seinem Jugendcoach als neueer Paul Gascoigne bezeichnet worden zu sein. Eine Vorhersage, die sich zwar nicht in punkto Erfolg, wohl aber in Bezug auf Alkoholprobleme und Depressionen bewahrheitet habe.

Nicht unerwähnt lassen möchte er offenbar auch seinen Werdegang als einer der führenden gewaltbereiten Hooligans in der englischen Liga, der ihm nicht nur zahlreiche Stadionverbote, sondern auch einen Gefängnisaufenthalt eingebracht habe.

Der Brief endet mit der freundlichen Aufforderung, ihm doch einfach ein paar Zeilen zurückzuschreiben, sollten noch Fragen offengeblieben sein.

Und mit einem PS: "Ich kenne übrigens den Ex-Bodyguard Ihrer Tochter, wenn das irgendwie weiterhilft."

Und obwohl sich Wright gewisse Chancen auszurechnen scheint, weist im Moment nichts darauf hin, dass bei Chelsea demnächst "The Hooly One" das Training leiten wird.

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