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Jose Mourinho steckt mit dem FC Chelsea im Tabellenkeller fest
Jose Mourinho steckt mit dem FC Chelsea im Tabellenkeller fest © Getty Images

Jose Mourinho muss beim FC Chelsea um seinen Job zittern. Der Vorstand berät über seine Zukunft. Eine Trennung würde aber kräftig ins Geld gehen. Ein Ex-Real-Coach könnte sein Nachfolger werden.

Es könnte eng werden für Jose Mourinho beim FC Chelsea. Die 1:2-Pleite bei Leicester City war bereits die neunte Niederlage der Saison für die Londoner. Nun soll offenbar über die Zukunft des portugiesischen Startrainers entschieden werden.

Die Daily Mail berichtet, dass für den heutigen Mittwoch eine außerplanmäßige Vorstandssitzung einberufen worden sei.

Chelsea Eigentümer Roman Abramowitsch werde demnach mit den Vorstandsmitgliedern Bruce Buck, Marina Granovskaia, Eugene Tenenbaum und Michael Emenalo darüber beraten, ob Mourinho wegen der anhaltenden Erfolglosigkeit in der Premier League entlassen wird.

Vertrag bis 2019

Ein Rauswurf könnte für den russischen Milliardär Abramowitsch aber teuer werden. 

Chelsea müsste offenbar rund 55 Millionen Euro Abfindung zahlen. Mourinho soll in London umgerechnet etwa 18,5 Millionen Euro pro Jahr verdienen, der Vertrag des 52-Jährigen läuft noch bis 2019.

Ramos gilt als heißester Kandidat

Heißester Kandidat als potenzieller Nachfolger soll nach Informationen der Times Juande Ramos sein. Der 61-jährige Spanier arbeit zurzeit als Chefcoach beim ukrainischen Erstligisten Dnipo Dnipropetrowsk.

Mit dem FC Sevilla gewann er 2006 und 2007 den UEFA-Pokal, in der Saison 2008/09 war er Trainer von Real Madrid. Dazwischen trainierte er in der englischen Premier League den Londoner Traditionsverein Tottenham Hotspur.

Chelsea mitten im Abstiegskampf

Spätestens nach der Niederlage beim Überraschungs-Tabellenführer Leicester City am Montag steckt Mourinho mit dem amtierenden Meister Chelsea im Abstiegskampf. 

Die Blues rangieren mit nur einem Punkt Abstand auf einen Abstiegsplatz auf dem 16. Tabellenplatz.

Mourinho wütet gegen Spieler

Nach dem Spiel hatte Mourinho seiner Mannschaft schwere Vorwürfe gemacht.

"Ich wurde um meine Arbeit betrogen", schimpfte der Portugiese. Vier Tage lang habe er den Gegner analysiert, jeden einzelnen Spielzug akribisch studiert: "Ich habe vier Momente ausgemacht, in denen Leicester viele Tore macht, und in zwei dieser Momente haben sie gegen uns getroffen. Ich habe das alles mit den Spielern durchgenommen, Sie können sie danach fragen."

Die harsche Kritik dürfte bei seinen Führungsspielern nicht gut angekommen sein.

Ihnen wurde die weitaus kostengünstigere Truppe von Tabellenführer Leicester als Vorbild ans Herz gelegt: "Aktuell dürfen sie sich nicht wie Superstars fühlen. Sie müssen demütig sein und vielleicht mal auf die Spieler von Leicester schauen", so Mourinho.

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