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Arsene Wenger
Arsene Wenger ist seit 1996 Trainer des FC Arsenal © Getty Images

München - Nachdem klar ist, dass Pep Guardiola den FC Bayern München verlässt, befindet Arsenals Arsene Wenger: Er hätte mit der Bekanntgabe länger warten sollen.

Alles wartete auf die Verkündung der Zukunft von Pep Guardiola - nun ärgert sich Arsene Wenger, dass sie passiert ist.

Der Trainer des FC Arsenal kritisiert den Zeitpunkt der Bekanntgabe von Guardiolas Abschied Pep Guardiola beim FC Bayern München.

"Ich mag die Tatsache nicht, dass ein Trainer so früh sagt, was er tun wird. Denn das ist nicht unbedingt gut für ihr eigenes Team und für Spekulationen rund um Trainer, die gerade eine schwierige Phase durchmachen", sagte Wenger auf der Pressekonferenz vor dem Premier-League-Spiel seines Teams beim FC Southampton am Samstag (20.45 Uhr im LIVETICKER).

Seit Bekanntgabe seines Abschieds aus München am Sonntag wird über Guardiolas mögliche nächste Station ab Sommer 2016 spekuliert. Als wahrscheinlichstes Ziel gilt Manchester City, wo aktuell noch Manuel Pellegrini im Amt und bis 2017 unter Vertrag ist.

Anzahl ausländischer Trainer bedenklich

Generell würde Wenger ein Engagement Guardiolas in England begrüßen, die hohe Anzahl an ausländischen Trainern in der Premier League betrachtet er dennoch als bedenklich.

"Die Premier League möchte die beste Liga der Welt sein und man braucht etwa 40 bis 50 Prozent ausländische Trainer", sagte der Elsässer, der sich dennoch für mehr englische Trainer starkmachte: "Die Premier League sollte nicht nur aus ausländischen Trainern bestehen - auch wenn ich selbst einer bin. Es ist wichtig, eine richtige Balance zu haben."

Umgang mit van Gaal "respektlos"

Kritik übte Wenger am Umgang mit Louis van Gaal bei Manchester United.

"Ich persönlich habe großen Respekt vor Louis van Gaal und denke, dass es respektlos ist, wie dort mit ihm umgegangen wird", sagte Wenger: "Dieser Mann hat 30 Jahre im Fußball gearbeitet und das mit unglaublicher Qualität."

Nach zuletzt vier Ligaspielen in Folge ohne Sieg und dem vorzeitigen Aus in der Champions League muss van Gaal bei United um seinen Job bangen.

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