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Rückschlag für Liverpool auf dem Weg nach oben: In Newcastle bringt ein Eigentor die Klopp-Elf auf die Verliererstraße. Um den vermeintlichen Ausgleich gibt es Zoff.

Dämpfer für Jürgen Klopp und den FC Liverpool: Nach sieben Siegen aus den vergangenen acht Spielen kassieren die Reds bei Newcastle United eine überraschende 0:2-Niederlage.

"Einen Punkt hätten wir vielleicht mitnehmen können, mehr aber auch nicht. Es war eine enttäuschende Leistung von uns", stellte Liverpools Trainer nach dem Schlusspfiff treffend fest.

Ärger über Schiedsrichter-Gespann

Eine Szene kurz vor Schluss regte Klopp aber besonders auf: Alberto Moreno erzielte spektakulär den vermeintlichen Ausgleich zum 1:1, wurde aber fälschlicherweise zurückgepfiffen.

Newcastle United v Liverpool - Premier League
Jürgen Klopp ist alles andere als glücklich © Getty Images

"Es war ein korrekter Treffer. Gibt der Schiedsrichter das Tor, dreht sich das Spiel vielleicht nochmal, aber insgesamt muss man sagen, dass wir nicht so gut gespielt haben, wie wir es uns vorgenommen hatten", ärgerte sich Liverpools Coach.

Sarkasmus bei Klopp

Er fügte sarkastisch hinzu: "Es war ein sensationelles Tor, ein Tor des Monats. Aber der Linienrichter dachte: 'Ihr macht kein Weltklasse-Tor, wenn ihr so scheiße spielt!'"

Den Gästen fehlte über die gesamte Spielzeit die nötige Durchschlagskraft, im Spiel nach vorne agierte der Europa-League-Teilnehmer viel zu behäbig. (DATENCENTER: Ergebnisse/Spielplan)

Beim Tabellen-Vorletzten, der vom ehemaligen Wolfsburg-Coach Steve McLaren trainiert wird, musste Klopp auf den gesperrten Emre Can verzichten und stellte sein Team mit dem Ex-Hoffenheimer Roberto Firmino in der Startelf in einem 4-3-3-System auf.

Zerfahrenes Spiel

Die Gäste begannen furios und erspielten sich innerhalb von nur 68 Sekunden gleich drei Eckbälle, die allerdings allesamt nichts einbrachten.

In der Folge ließen es die Reds gegen zunächst sehr defensiv eingestellte Hausherren ruhig angehen. Torchancen waren in der Anfangsphase Mangelware, die erste größere Möglichkeit hatte Christian Benteke in der 21. Minute.

Nach einem Eckball verlängerte Dejan Lovren den Ball zu dem Belgier, der aber aus vier Metern über das Tor schoss.

Firmino bleibt blass

Anschließend wurde die Partie immer zerfahrener, viele Fehlpässe im Mittelfeld zerstörten jeden Spielfluss. Mit einem torlosen Remis ging es in die Kabine.

"Wir waren von Beginn an nicht richtig drin in der Partie. Wir hatten keinen richtigen Zugriff auf den Gegner, aber wenn man ein Spiel verliert, dann lieber ein schlechtes", sagte Klopp.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Gastgeber mutiger und drängten Liverpool immer mehr in die Defensive. Klopp reagierte und brachte nach etwas mehr als einer Stunde mit Adam Lallana für Benteke sowie Daniel Sturridge für den unauffälligen Firmino zwei frische Akteure.

Skrtel ins eigene Tor

Wirklich besser wurde es aber nicht - im Gegenteil. In der 69. Minute grätschte Martin Skrtel einen Schuss von Georginio Wijnaldum unhaltbar für seinen Schlussmann Simon Mignolet ins eigene Tor.

Die beste Chance zum Ausgleich vergab danach Sturridge, der alleine vor dem Tor verzog (74.). In der Nachspielzeit vollendete Wijnaldum dann einen Konter zum 2:0-Endstand.

Klopp richtet Blick nach vorne

Liverpool verpasst durch die höchste Niederlage unter Klopp den Sprung auf Rang sechs und bleibt mit 23 Zählern weiter auf Platz sieben. Der Rückstand auf den Überraschungs-Tabellenführer Leicester City beträgt neun Punkte (DATENCENTER: Tabelle).

Mit der Tabellensituation will sich Klopp aber nicht auseinandersetzen, kurz nach dem Spiel richtete er den Blick bereits wieder nach vorne: "Wir müssen aus dieser Niederlage die richtigen Schlüsse ziehen und in den nächsten Partien eine Reaktion zeigen."

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