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Arsene Wenger (l.) und Jürgen Klopp treffen sich zum ersten Mal in der Premier League © Getty Images

Jürgen Klopp staunt über den Wahnsinns-Spielplan in England und bewundert Arsene Wenger vor dem direkten Duell. Arsenals Trainer kann darüber nur lachen.

Jürgen Klopp am Scheideweg: In der Woche der Wahrheit mit den beiden Heimspielen gegen Tabellenführer FC Arsenal am Mittwoch (ab 21 Uhr im LIVETICKER) und vier Tage später gegen Rekordmeister Manchester United (ab 15.05 Uhr im LIVETICKER) entscheidet sich, wohin die Reise des ehemaligen BVB-Trainers mit dem FC Liverpool geht.

Dabei steht Klopp, der am Samstag genau 100 Tage als Teammanager in der Premier League arbeitet, unter besonderer Beobachtung. Denn dass seine Mannschaft immer noch zehn verletzte Spieler zu beklagen hat, interessiert auf der Insel außer Klopp keinen.

"Das ist doch für die Klubs heute kein Problem mehr. Man muss sich den Gegebenheiten anpassen", sagte Arsenal-Coach Arsene Wenger vor der Reise nach Liverpool. "Ich glaube, dass wir da ein wenig übertreiben. Jeder Verein verfügt über 25 Top-Spieler, die alle auf einen Einsatz brennen."

Seine deutliche Botschaft an Klopp: "Es ist nicht mehr wie vor 25 Jahren, deshalb können wir uns nicht immer beschweren, dass wir zu viel spielen." Besser also nichts mehr in diese Richtung sagen und weitermachen.

Klopp hatte zuvor mit Blick auf den Franzosen verkündet: "Mein Respekt wächst jeden Tag. Ich hatte immer den größten Respekt vor ihm, aber seit ich hier bin, ist er noch ein wenig größer geworden. Die Arbeit in der Premier League ist sehr intensiv."

Liverpool steht nach einigen schwachen Leistungen in den vergangenen Wochen, darunter das 2:2 mit einer B-Elf in der Drittrundenpartie im FA-Cup bei Viertligist Exeter City, unter Druck. Nach 20 Spieltagen liegt der 18-malige Meister als Tabellenachter drei Punkte hinter Platz fünf, der als letzter Platz zur Europacup-Teilnahme reicht.

Spitzenreiter Arsenal mit den beiden Weltmeistern Mesut Özil und Per Mertesacker ist mit 42 Punkten bereits weit enteilt und auch am 21. Spieltag bei den Buchmachern klarer Favorit gegen Klopp und dessen Team.

"Es ist immer eine große Herausforderung, gegen Mannschaften wie Arsenal und Manchester United zu spielen", sagte Klopp und fügte trotz der vielen Rückschläge in den letzten Wochen optimistisch an: "Wir freuen uns auf diese Begegnungen und haben gegen diese spielstarken Mannschaften einen klaren Plan."

Der 48-Jährige kann gegen den Spitzenreiter immerhin wieder auf die zuletzt angeschlagenen Kolo Toure und Mamadou Sakho zurückgreifen: "Das ist für uns mal eine gute Nachricht." Zudem ist seit Dienstag in Steve Caulker von den Queens Park Rangers der erste Winterneuzugang für die Defensive perfekt.

In Martin Skrtel, Dejan Lovren und Philippe Coutinho fehlen Liverpool aber immer noch wichtige Stammkräfte. Im Vergleich zur Partie im FA-Cup wird Klopp wohl die komplette Startelf austauschen.

Die Gunners, die auf dem besten Weg zur ersten Meisterschaft seit 2004 sind, müssen ihrerseits nach wie vor auf den verletzten Alexis Sanchez verzichten. Der Chilene fällt schon seit November wegen eines Muskelfaserrisses aus.

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