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Liverpool - Nach dem Spiel plaudert Arsenals Coach über den Inhalt eines Zwiegesprächs mit seinem Kollegen während der ersten Halbzeit. Sein Ratschlag an Klopp bleibt nicht ohne Folgen.

Während ihre Mannschaften sich auf dem Rasen an der Anfield Road einen irren Schlagabtausch lieferten, kochten vor den Trainerbänken die Emotionen hoch. Doch auch nach dem packenden Spiel gegen zwischen Liverpool und Arsenal (3:3) steht es zwischen Reds-Coach Jürgen Klopp und Gunners-Teammanager Arsene Wenger immer noch zum Besten.

Klopp hatte das getan, was er eigentlich immer macht, wenn er an der Seitenlinie steht: Er gestikulierte, brüllte und diskutierte angeregt mit dem Vierten Offiziellen. Und beinahe hätte er das Ende der Partie nicht mehr am Spielfeldrand erlebt. 

Wenger beruhigt seinen aufgebrachten Kollegen

Vor einem Innenraumverweis bewahrte Klopp ausgerechnet sein Kollege Wenger.

Liverpool v Arsenal - Premier League
Liverpool v Arsenal - Premier League © Getty Images

Der erklärte bei der Pressekonferenz nach dem Spiel: "Ich habe ihm gesagt, er soll sich beruhigen, sonst wird er auf die Tribüne geschickt", sagte Wenger und betonte, es habe keinerlei schlechte Stimmung zwischen ihm und seinem deutschen Kollegen gegeben.

Das berichtete auch Klopp. "Ich habe Arsene erklärt, warum ich, wie man im Deutschen sagt, auf dem Baum (Zitat Klopp auf Englisch: "on the tree") war. Ich war etwas aufgebracht, weil es ein klarer Einwurf in einer guten Situation für uns war", sagte Klopp und betonte das intakte Verhältnis zwischen den beiden Trainern: "Mit Arsene Wenger habe ich überhaupt kein Problem."

Beim Ausgleich brechen alle Dämme

Klopp und Wenger hatten sich während der ersten Hälfte zu einem Zwiegespräch an der Seitenlinie getroffen. Dabei fielen jene warnenden Worte, die Klopp zur Räson riefen, was nicht ganz unerheblich war für den Ausgang des Spiels.

In der Schlussphase brachte Liverpools Trainer in Joe Allen und Steven Caulker zwei Joker, Allen erzielte den Ausgleichstreffer. 

Was folgte, war ein weiterer der mittlerweile schon berühmtberüchtigten Jubelläufe des ehemaligen Dortmund-Trainers. Wie ein Irrwisch und mit seinem furchteinflößenden Gesichtsausdruck sprintete Klopp durch das dichte Schneetreiben an der Anfield Road, tanzte und feierte ausgelassen.

"Jurgen Klopp epic celebration", betitelte die Fußballplattform Fansided das entsprechende Video von "The Normal One".

Nächster Hit am Sonntag gegen United

Daran, dass sein Team durch das Remis auf den neunten Tabellenrang zurückfiel und vor dem Duell mit dem ebenfalls kriselnden Manchester United am Sonntag so noch einmal zusätzlich unter Druck geriet, wollte sich Klopp derweil nicht lange stören.

"Wenn wir erneut so leidenschaftlich auftreten, punkten wir auch gegen Manchester", sagte er voller Zuversicht - und mit deutlich niedrigerem Puls als in den 90 Minuten davor.

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