vergrößernverkleinern
Aston Villa v FC Liverpool - Premier League Daniel Sturridge Jürgen Klopp
Emre Can (l.) beglückwünscht Daniel Sturridge für sein erfolgreiches Startelf-Comeback beim FC Liverpool © Getty Images

München - Vor dem Augsburg-Duell wird das Spiel des FC Liverpool durch das Comeback von Daniel Sturridge deutlich aufgewertet - für Klopp eine doppelt gute Nachricht.

Es gab ja einiges zu bejubeln für Jürgen Klopp an diesem Wochenende.

Als Generalprobe für das Duell beim FC Augsburg in der UEFA Europa League am Donnerstag (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) verlief das Spiel gegen Aston Villa nahe am Optimum.

6:0 gewann sein FC Liverpool gegen das Tabellenschlusslicht, sechs verschiedene Spieler trafen, auf der Pressekonferenz danach tat sich der Trainer schwer, sie alle aufzuzählen (Klopps-PK vor dem Augsburg-Spiel am Mittwoch ab 18.30 Uhr LIVE bei Bundesliga Aktuell auf SPORT1).

Daniel Sturridge, James Milner, Emre Can, Divock Origi, Nathaniel Clyne, Kolo Toure: Kann ja passieren, dass bei so vielen Namen mal einer vergessen wird. Wobei: Sturridge - den vergaß Klopp nicht. Dafür war der Anlass ein zu besonderer.

Der Treffsicherste trifft wieder

Es war das erste Mal, dass der 26 Jahre alte Stürmer ein Spiel unter Jürgen Klopp beginnen konnte. Die Folgen einer Hüft-OP im Mai, eine Verletzung am Knie, eine am Oberschenkel: Einmal mehr überschatten Blessuren die Saison von Luis Suarez' einstigem Sturmpartner.

Dass er nun fit wird, ist eine schlechte Nachricht für Augsburg. Ein fitter Daniel Sturridge wertet den FC Liverpool nämlich in nicht unwesentlichem Maße auf - nicht nur, weil er mit 39 Toren in 61 Ligaspielen ihr treffsicherster Angreifer ist.

"Er ist ein wahrer Stürmer", befand Klopp über den Schützen zum 1:0: "Es ist auch die ganze Art, wie er und seine Bewegungen mit dem Team abgestimmt sind. Es ist schwer zu verteidigen, wenn da einer ist, der immer irgendwo ist, ohne dass man weiß wo."

Ein Unruhe-Thema neben dem Platz

Dass Sturridge nun für ihn auf dem Platz Unruhe stiftet, wird Klopp auch deshalb freuen, weil das Thema Sturridge bislang vor allem neben dem Platz Unruhe gestiftet hatte.

Video

Wiederholt musste sich Klopp vor Kritikern für die Vorsicht rechtfertigen, mit der er den Dauerpatienten an das Team heranführte.

Bei diesen Rechtfertigungen übte Klopp zum Teil auch öffentliche Kritik an Sturridge ("Er muss den Unterschied zwischen Schmerzen und richtigen Schmerzen lernen"). Das führte zu den üblichen Dingen: Gerüchte über ein gestörtes Verhältnis der beiden, Gerüchte über einen Wechsel am Saisonende.

Schonung für den FC Augsburg

Sturridges erfolgreiches Startelf-Comeback dürfte das alles erstmal dämpfen - auch wenn es erneut Nachfragen gab, weil Klopp seinen Rückkehrer nach rund 60 Minuten wieder auswechselte.

Newcastle United v Liverpool - Premier League
Daniel Sturridge bestritt unter Jürgen Klopp noch kein Spiel über 90 Minuten © Getty Images

"Man hat gesehen, dass er nicht allzu glücklich darüber war", hielt Klopp fest: "Aber ich denke, es hat Sinn ergeben. Es war perfekt für ihn - und ich hoffe, er ist im nächsten Spiel ebenfalls verfügbar."

Das nächste Spiel ist das in Augsburg.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel