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Leicester City v Liverpool - Premier League
Sah auch schon einmal glücklicher aus: Jürgen Klopp am Dienstag in Leicester © Getty Images

Liverpool - Nach dem 0:2 in Leicester klagt Jürgen Klopp über die vielen Spiele seines FC Liverpools. Das Traumtor von Leicesters Jamie Vardy bringt ihn aber zum Staunen.

16 Punkte beträgt der Rückstand des FC Liverpool auf Leicester City in der Premier League nach dem 24. Spieltag. 16 Punkte oder sieben Plätze. Nach dem 0:2 beim Überraschungstabellenführer gerät für die Reds langsam auch die Qualifikation zu den internationalen Wettbewerben in Gefahr. Zumindest über die Premier League, denn in den beiden Pokalwettbewerben ist Liverpool bekanntlich noch dabei.

Im League Cup stehen Klopp und seine Mannschaft im Finale, am 28. Februar geht es in Wembley gegen Manchester City, im FA Cup wollen die Reds gegen West Ham United die fünfte Runde erreichen.

Sieben Spiele bis Ende Februar

Und das ist Teil des Problems: Weil Liverpool einfach zu wenig Tore schießt und in den Pokalspielen somit regelmäßig die in England üblichen Wiederholungsspiele absolvieren muss, stehen für Klopp bis Ende Februar mindestens noch sieben Spiele an, darunter die Spiele gegen den FC Augsburg in der UEFA Europa League, das Wiederholungsspiel gegen West Ham im FA-Cup und das Ligapokalfinale am 28. Februar.  "Wenn ich ehrlich bin, fühlt es sich nicht brillant an", sagte Klopp schon vor der verdienten Niederlage gegen Leicester am Dienstag.

Hinterher antwortete er auf die Frage eines Reporters, wieso Leicester zwingender gespielt habe als seine Mannschaft: "Sie meinen, dass wir weniger intensiv gespielt hätten? Vielleicht liegt das daran, dass wir im Januar sechs Spiele mehr hatten als sie. Sie hatten zehn Tage frei, während wir drei Spiele gemacht haben." Tatsächlich absolvierte Liverpool im Januar neun Spiele – so viele wie keine andere Mannschaft der Premier League.

Geht Liverpool in der entscheidenden Phase die Luft aus?

Klopp wollte Vardy applaudieren

Ansonsten konnte Klopp nach der Partie in Leicester eigentlich nur der gegnerischen Mannschaft gratulieren. Für ihren Stürmer Jamie Vardy, den auch Klopp gerne in seiner Mannschaft hätte. Der 29-Jährige erzielte beide Tore, sein erster Treffer – ein Volleyknaller aus 35 Metern – war ein echtes Traumtor.

"Es ist toll im Stadion zu sein, wenn Jamie Vardy das Tor des Monats erzielt. Aber nicht, wenn du der gegnerische Trainer bist", sagte Klopp, "fast hätte ich ihm applaudiert, weil ich in erster Linie Fußballfan bin und das ein Weltklasse-Tor war."

Leicesters Titelchancen steigen

Vardys Traumtor brachte Klopp zum Staunen – und machte Liverpools Siegambitionen zunichte. "Wir hätten auch gewinnen können, wenn wir ein paar Dinge anders gemacht hätten", sagte Klopp, merkte aber generell an, dass seine Spieler vor allem im Strafraum "falschen Entscheidungen" getroffen hätten, als wir den Ball in guter Position besaßen. Das ist alles, das war das Problem". 

Während Klopp und Liverpool nun in der Liga dringend wieder in die Spur finden müssen, werden die eigentlich verbotenen Titelträume Leicesters langsam realistisch. Die "30-Yard-Rakete", wie die Sun Vardys Traumtor nannte, halte Leicesters "unglaubliche Titelchance" am Leben. Am Samstag kommt es nun zum Top-Duell mit dem ersten Verfolger Manchester City.

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