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Liverpool - Liverpools Trainer gibt zu, dass die Rückkehr zum BVB für ihn auch unangenehm wird. Bei SPORT1 spricht er zudem über den Konkurrenzkampf in der Premier League.

Alle werden auf ihn blicken - doch Zeit für Sentimentalitäten hat Jürgen Klopp nicht im Viertelfinale der UEFA Europa League gegen Borussia Dortmund nächsten Donnerstag (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Mit dem FC Liverpool hat der ehemalige BVB-Coach in dieser Saison noch einiges vor - denn ab Sommer erwartet Klopp ein noch dichteres Gedränge um die Spitzenplätze in der Premier League.

Jürgen Klopp bei SPORT1 über …

die kommende Saison in der Premier League: "Wenn man das etwas verfolgt, sieht man, wie um uns herum die Post abgeht. Manchester City bekommt Pep Guardiola und wir werden alle noch Bauklötze staunen, wie sich diese Mannschaft verändern wird. Auch Manchester United ist dabei, alles umzustrukturieren. Keine Ahnung, was genau passiert, aber das wird auch mit viel Geld geschehen. Arsenal scheint nicht Meister zu werden, was aber nicht heißt, dass sie im nächsten Jahr sagen: 'Jetzt haben wir es so oft probiert und haben keinen Spaß mehr.' Und Chelsea kriegt einen neuen Trainer - da geht in England mal so richtig die Post ab."

die Rückkehr nach Dortmund: "Ich bin ein extremer Wettkampftyp. Wenn ich irgendwohin komme, fällt es mir normalerweise sehr leicht, das ganze Drumherum auszublenden. Das dürfte diesmal sehr schwer werden. Weil ich mit sehr vielen Menschen gute Beziehungen aufgebaut habe. Das geht los mit den Parkplatzwächtern, um ehrlich zu sein. Alle, die da stehen, werden sich freuen, mich zu treffen. Davon gehe ich aus. Das Problem ist nur: Die Situation ist nicht so richtig dafür da. Deshalb löst das bei mir ein bisschen Stress aus, wie ich das handhaben soll."

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Kommunikation mit Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke: "Wir haben ganz normal ein bisschen gefrotzelt. Ich glaube, wir haben auch nicht ausschließlich Glücksgefühle ausgelöst bei Dortmund, dass sie gesagt haben: 'Ja! Liverpool! Wie cool ist das denn! Großer Name, aber die rennen sich im Idealfall gegenseitig über den Haufen.' Dementsprechend hat Michael Zorc auch nicht geschrieben, wie froh er ist, uns bekommen zu haben. Früher haben wir zusammen gejubelt, jetzt jubelt am Ende nur einer - das ist ja besser als gar keiner."

(Alles zu Klopps Rückkehr am Sonntag ab 13 Uhr im Anschluss an den Volkswagen Doppelpass im Doppelpass Spezial LIVE im TV auf SPORT1)

mögliche Nostalgie in Dortmund: "Ich brauche auch keine Begrüßung im Stadion. Ich weiß, wie wir zueinander stehen. Man muss mir das nicht beweisen. Dort steht jetzt Thomas Tuchel, ein fantastischer Trainer. Ich möchte nicht, dass der Eindruck erweckt wird, die Vergangenheit sei schöner gewesen als die Gegenwart."

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die emotionale Belastung für die Dortmunder Spieler: "So wie ich die Jungs kenne, haben sie das immer gut ausblenden können. Mats Hummels hat das ganz nett gesagt. Er meinte, wir werden uns herzlich begrüßen, hundertprozentig, wir werden uns herzlich verabschieden, auch hundertprozentig, und dazwischen wird er mir 90 Minuten lang auf die Nerven gehen. Unsere gemeinsame Geschichte ist viel zu groß, als dass sie durch ein Spiel gestört werden könnte."

die Bedeutung des Duells mit dem BVB: "Beide Spiele werden Maßstäbe setzen. Und das ist doch das Beste, was dir passieren kann. Ich war ja beteiligt, dass wir uns letztes Jahr nur für die Europa League qualifiziert haben. Und auch das noch nicht mal richtig, sondern nur für die Qualifikation. Das hat nicht direkt Jubelstürme ausgelöst. Hier in Liverpool war das auch nicht anders. Ich musste ein bisschen in Erinnerung rufen, dass wir da auch noch mitspielen. Und jetzt bekommst du so ein Spiel geschenkt. Das ist der absolute Hammer."

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das Leben in Liverpool: "Der Job ist anders, aber nicht weniger geil. Auch die Paparazzi haben sich beruhigt, wobei sie die Eigenart haben, dass man sie nicht sieht. Ich lese aber keine englische Zeitung, also habe ich keine Ahnung, ob hier Fotos von mir erscheinen. Am Anfang haben sie sich nicht so gut versteckt (lacht), da waren diese Jungs schon sehr offensichtlich. Ich habe einmal etwas dazu gesagt, danach war es gut. Dem Ehepaar, das mich privat fotografiert hat, war es danach auch etwas unangenehm. Das war eine ganz normale private Situation, am nächsten Tag war das Bild in der Zeitung - wer will denn sowas?"

mögliche Transfers aus der Bundesliga nach Liverpool: "Wir gucken auch in Deutschland. Dass sich jemand fürchten muss, glaube ich aber nicht. Fakt ist, dass Liverpool durch mich auch für deutsche Spieler interessanter geworden ist. Wenn unser Interesse mit dem des Spielers zusammenpasst, werden wir ihn nicht nicht verpflichten, weil er Deutscher ist. Das wäre Quatsch. Wir gucken aber nicht nur in der Bundesliga. Wir sind tatsächlich global am Start, aber viel wichtiger ist es nicht, wo der Spieler herkommt, sondern, dass es der richtige Spieler für uns ist."

die Situation seiner Mannschaft: "Sportlich ist alles im Lack. Von der Tabellenkonstellation könnten wir natürlich besser dastehen. Wenn du vorne nicht reinrutschen kannst, spielt es auch keine Rolle, ob du Siebter oder Achter wirst. Es ist für uns eine lange Vorbereitung auf die nächste Saison."

das Gefühl, wenn die Fans seinen Namen singen: "Das kann ich nicht sagen. Ich kriege mit, wenn gesungen wird, ich mag das Geräusch und die Lautstärke und die Atmosphäre. Ich kenne auch meinen Namen (lacht). Aber ich weiß nicht, wann er besungen wird. Ich muss da mal genauer hingucken."

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