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Kyle Walker und Diego Costa
Kyle Walker soll den am Boden liegenden Diego Costa in dieser Szene mit Blut bespritzt haben © Imago

Die heftigen Rangeleien zwischen dem FC Chelsea und Tottenham Hotspur gipfeln in einer angeblichen Blut-Attacke von Kyle Walker gegen Diego Costa. Die FA untersucht.

Die Premier-League-Partie zwischen dem FC Chelsea und Tottenham Hotspur am Montagabend hatte eigentlich nur einen Gewinner: Leicester City.

Denn was die Akteure sich auf dem Feld und am Rande dessen leisteten, hatte in vielen Fällen nichts mehr mit Fußball zu tun. Eine Rangelei jagte die nächste, die Spurs ließen sich zu mehreren Frustfouls hinreißen, die mit Rot hätten bestraft werden müssen.

Doch alle Akteure durften bis zum Ende weiterspielen. Denn Schiedsrichter Mark Clattenburg legte zum Teil nicht nachvollziehbare Maßstäbe an. Viele Szenen blieben von ihm auch unbeobachtet.

Walker mit Blut-Attacke auf Costa?

So wohl auch der Gipfel der Auseinandersetzungen: In der 87. Minute verkeilten sich Chelsea Diego Costa und Gegenspieler Kyle Walker in einen Zweikampf.

Beide gingen zu Boden, dabei bekam der Tottenham-Profi offensichtlich einen Schlag auf die Nase. Walker stand zuerst auf, der Spanier hielt ihn selbst noch am liegend mit den Armen fest und hinderte ihn am Davongehen.

Daraufhin griff sich Walker an seine Nase, packte die Flüssigkeit und spritzte sie mit seiner linken Hand in Richtung Costa.

Das Pikante daran: Kurz darauf ließ sich der Rechtsverteidiger wegen Nasenblutens behandeln. Nun wird spekuliert, ob Walker Costa einen Mix aus Blut, Rotz und Schweiß entgegengeschleudert hat.

FA leitet Untersuchungen ein

Nach Informationen des Evening Standard hat die FA angekündigt, die Vorfälle während und nach der Partie zu untersuchen.

Sollte sie - auch in Hinzunahme des Berichts des Unparteiischen - Ermittlungsverfahren einzuleiten, müssten die Beteiligten mit harten Strafen rechnen.

Denn sowohl bei den Blues als auch bei den Spurs handelt es sich um Teams, die in der laufenden Saison bereits negativ aufgefallen sind und bestraft wurden.

Auch Fabregas zittert

Auch Cesc Fabregas müsste dann wohl um die Teilnahme an den restlichen Saisonspielen bangen. Dem Landsmann und Teamkollegen Costas wird vorgeworfen, die heftigste Rauferei beim Gang in den Spielertunnel nach Abpfiff des Spiels angezettelt zu haben.

In den kommenden Tagen wird ein Bericht des englischen Fußball-Verbands erwartet.

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