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Manchester United v A.F.C. Bournemouth - Premier League
Manchester United gehört zu den reichsten Klubs der umsatzstärksten Liga der Welt © Getty Images

Die Vereine aus den vier englischen Profiligen erwirtschaften erstmals über fünf Milliarden Euro. Die Premier League setzt doppelt so viel um wie die Bundesliga.

Die 92 englischen Profi-Vereine haben in der Saison 2014/15 Rekord-Erlöse erwirtschaftet und erstmals die Vier-Milliarden-Pfund-Marke (5,2 Milliarden Euro) geknackt.

4,4 Milliarden Euro davon gehen auf die Klubs der erstklassigen Premier League zurück. Deren Gesamtumsatz liegt rund zwei Milliarden Euro über dem der Bundesliga-Vereine, wie eine Analyse der Deloitte Sport Business Gruppe ergab.

Premier League hängt Konkurrenz ab

Die deutschen Vereine belegen zum neunten Mal in Folge den zweiten Platz. Die Bundesliga-Klubs haben etwa 300 Millionen Euro mehr als die Teams der spanischen Primera División, 600 Millionen Euro mehr als die Teams der italienischen Serie A und eine Milliarde Euro mehr als die Teams der französischen Ligue 1 umgesetzt.

Das Umsatz-Plus beträgt fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Einnahmen verteilen sich auf Werbung und Sponsoring, Ticketeinnahmen und Medienerlöse. Erstmals ist die Premier League in allen Kategorien führend. Sie generiert viel Geld durch Medienerlöse und Ticketeinnahmen, während die Bundesliga knapp die Hälfte ihres Umsatzes durch Werbung und Sponsoring macht.

Top 5 erwirtschaften zwölf Milliarden Euro

Zusammen haben die Teams der fünf großen Ligen (Deutschland, England, Spanien, Italien, Frankreich) Rekord-Einnahmen von zwölf Milliarden Euro erwirtschaftet - ein Plus von sechs Prozent. Die deutschen, spanischen und englischen Vereine haben Gewinne eingefahren. Die italienischen und französischen Teams dagegen schrieben Verluste. 

In der Bundesliga agierten immerhin elf von 18 Klubs profitabel. Im Vorjahr waren es noch 13. Dennoch stand unter dem Strich ein operativer Gewinn von 316 Millionen Euro - ein Plus von 26 Prozent.

Die Differenz zwischen der englischen Premier League und dem Rest Europas wird mit dem neuen Fernseh-Deal ab der kommenden Saison noch größer. Durch den Verkauf der Übertragungsrechte fließen für drei Jahre 6,9 Milliarden Euro in die Kassen. 

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