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West Ham United v Liverpool - Premier League
Jürgen Klopp ist nicht immer einer Meinung mit dem Schiedsrichter © Getty Images

Die Premier League will Fehlverhalten auf dem Platz unterbinden und kündigt ein rigoroses Vorgehen an. Es droht eine Kartenflut - Trainern ein Platz auf der Tribüne.

Sie kennen noch Bilder wie dieses?

Borussia Dortmund v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga
Jürgen Klopp in Rage. Zu Dortmunder Zeit musste Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus dran glauben © Getty Images

Und diese Szene haben Sie doch bestimmt auch noch im Kopf.

FC Bayern Muenchen v FC Schalke 04 - Bundesliga
Pep Guardiola an der Eckfahne: Der Ex-Bayern-Coach redet auf den Linienrichter ein, versucht eine Entscheidung zu beeinflussen © Getty Images

Trainer in Rage - oder besser gesagt: Jürgen Klopp und Pep Guardiola in ihrem Element.

Schon zu Bundesliga-Zeiten wurde die beiden Coaches fuchsteufelswild, wenn ihnen ein Pfiff des Schiedsrichters nicht in den Kram passte. Sie schimpften, sie fluchten, sie rannten über den Platz und versuchten alles in ihrer Macht stehende, um die Entscheidung zu revidieren. 

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Mal davon abgesehen, dass sie keinen Erfolg hatten mit ihren Reklamationen: Die emotionalen Ausbrüche der Trainer-Vulkane haben der Bundesliga einigen Gesprächsstoff geliefert.

Klopp und Guardiola an der kurzen Leine

Halten Sie also kurz inne, genießen Sie die Bilder von Klopp und Guardiola noch ein letztes Mal - womöglich werden Sie sie nie wieder sehen. 

Denn jetzt, da in der kommenden Saison beide in England an der Seitenlinie stehen werden, werden Klopp und Guardiola an die kurze Leine genommen. 

Die Premier League und der englische Verband haben neue Benimm-Regeln erlassen. Für Spieler, aber auch für Trainer. 

Sie fordern allen am Spiel beteiligten Akteuren einen respektvolleren Umgang ab - ansonsten drohen Konsequenzen. Harte Konsequenzen.

In einer gemeinsamen Erklärung von Premier League, FA und dem englischen Fußball-Verband drohte Liga-Boss Richard Scudamore mit Platzverweisen und Innenraumverboten, sollten Schiedsrichter oder Offizielle verbal oder körperlich attackiert werden.

Öfter Karten für Verfehlungen

Der Umgang auf dem Platz habe ein "inakzeptables Level" erreicht, erklärte Scudamore. Einige Spieler und Trainer hätten in den vergangenen Monaten "die Grenze überschritten. Solches Verhalten werden wir nicht länger tolerieren". 

Künftig sollen Beleidigungen, Beschimpfungen und körperliche Angriffe auf Unparteiische konsequent mit einem Platzverweis geahndet werden - egal ob für Spieler oder Offiziellen.

Um Proteste und Rudelbildungen um den Schiedsrichter herum im Keim zu ersticken, sollen künftig rigoros Gelbe Karten verteilt werden, wenn sich mehr als zwei Spieler um den Schiedsrichter herum tummeln. 

Nicht nur die Spieler, sondern auch die Trainer müssen sich also künftig mehr im Zaum halten. Sonst droht Jürgen Klopp womöglich etwas, was man zuletzt in Deutschland von ihm gesehen hat.

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Jürgen Klopp muss auf die Tribüne - zuletzt als Coach von Borussia Dortmund © imago
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