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München - Jürgen Klopp kommt mit dem FC Liverpool beim FSV Mainz 05 unter die Räder - und stimmt hinter den Kulissen ein Loblied auf den ehemaligen Klub an.

Auf die Klatsche folgte der Ritterschlag: Jürgen Klopp, Trainer des FC Liverpool, traut seinem früheren Verein Mainz 05 trotz des Abgangs des jahrelangen Sportchefs Christian Heidel Großes zu.

Klopp verlor am Sonntag ein Testspiel bei den Rheinhessen mit 0:4, war aber trotzdem schnell wieder bester Laune. Auf einer Ehrenrunde nach dem Spiel feierten ihn die alten Anhänger.

Hinter den Kulissen stimmte Klopp darauf ein Loblied auf den ehemaligen Klub an.

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Klopp lobt Trainer und Manager

"Es war super. Sensationell", sagte der 49-Jährige: "Wer hätte vor 15 Jahren gedacht, dass die Mainzer die Möglichkeit haben, so ein Stadion zu bauen, darin zu spielen und es voll zu kriegen - und darüber hinaus noch eine tolle Rolle in der Bundesliga zu spielen. Da steckt unglaublich viel Arbeit drin."

Um die Zukunft der Mainzer macht Klopp sich ebenfalls keine Sorgen - auch nach dem Wechsel Heidels: "Man hat eine tolle Mannschaft, mit Martin Schmidt einen tollen Trainer, mit Rouven Schröder einen guten neuen Manager und mit Präsident Harald Strutz eine totale Konstante."

Es sei "einfach schön zu wissen, dass es dem Verein weiter gut geht".

Dass er mit seinem aktuellen Klub nun unter die Räder kam, nahm er mit Humor: "Ich hätte gerne ein bisschen mehr gezeigt heute, dass die Leute nicht denken, wir hätten alles verlernt seit wir damals hier waren, aber es ist alles gut. Ich habe schon vorher gesagt: Wenn verlieren, dann gegen Mainz. Dementsprechend hat wenigstens das geklappt."

Weder Barca noch Mainz 05 ein Gradmesser

Am Tag zuvor hatte Liverpool noch einen Test gegen den FC Barcelona mit 4:0 gewonnen.

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Die Leistung der Reds bei den Nullfünfern war kurz vor dem Saisonstart in die Premier League am Sonntag beim FC Arsenal dagegen alles andere als berauschend - auch wenn neben dem deutschen Nationalspieler Emre Can und dem früheren Schalker Innenverteidiger Joel Matip vor allem Profis aus der zweiten Reihe sowie Nachwuchskräfte in der Startelf standen.

Klopp will beide Partien nicht überbewerten: "Wenn der Gegner so drauf ist wie Mainz, dann ist es wichtig, körperlich da durchzukommen. Wir dürfen aber weder Barcelona als Gradmesser nehmen, noch Mainz. Aber das wussten wir vorher schon. Arsenal wird schwer, aber für die auch." Der Coach sieht Liverpool "auf einem echt guten Weg".

Was er sonst noch zu sagen hatte?

Ein paar warme Worte über die aktuelle Wahlheimat, dem Brexit zum Trotz: "England war in den vergangenen Monaten in Deutschland nicht das positivste Thema, aber dort leben supernette Leute."

Und zum anderen großen England-Thema: "An manchen Tagen ist das Wetter so beschissen wie in Deutschland, manchmal ist es richtig geil."

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