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Nach dem Transfer von Juan Mata zu Manchester United kritisierte Arsene Wenger Jose Mourinho scharf. Der Portugiese konterte offenbar mit der Androhung von Gewalt.

Jose Mourinho, Trainer von Manchester United, und Arsenal-Coach Arsene Wenger werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Schon öfter flogen die Fetzen zwischen dem exzentrischen Mourinho und dem ruhigeren Wenger.

Doch Anfang 2014 schoss der Portugiese übers Ziel hinaus - zumindest, wenn man den Enthüllungen eines neuen Buches über den heutigen ManUnited-Coach Glauben schenken darf.

Arsene Wenger hatte den damaligen Chelsea-Trainer attackiert, weil dieser Juan Mata zu Manchester United verkaufte. "Ja bin ich, weil sie (Chelsea, Anm. d. Red.) einen großartigen Spieler einem direkten Konkurrenten verkaufen", antwortete der Franzose damals auf die Frage, ob ihn der Transfer überrasche.

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Wenig später warf Wenger Mourinho dann auch noch Versagensangst vor.

Mourinho: "Werde ihm das Gesicht zertrümmern"

Das ließ "Wettkämpfer" Mourinho nicht auf sich sitzen. "Er ist ein Spezialist im Versagen. Acht Jahre ohne Titel, das ist Versagen. Wenn ich das bei Chelsea machen würde, verlasse ich London und komme nicht mehr zurück."

Doch der Portugiese hatte seinen Zorn auf Intimfeind Arsene Wenger damit offenbar noch nicht gestillt.

Wie der Sportjournalist und Mourinho-Vertraute Rob Beasley nun in seinem Buch öffentlich machte, legte Mourinho nur wenige Tage später noch einmal nach.

"Wenn Herr Wenger Chelsea und ManUnited wegen des Mata-Deals kritisiert, finde ich ihn eines Tages außerhalb des Fußball-Platzes und werde ihm sein Gesicht zertrümmern", soll Mourinho gesagt haben.

Chelsea v Arsenal - Premier League
Im Oktober 2014 gingen sich Arsene Wenger (l.) und Jose Mourinho an der Seitenlinie an den Kragen © Getty Images

Tatsächlich kam es dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden Streithähnen - allerdings auf dem Spielfeld. Der 2:0-Sieg von Chelsea über Arsenal im Oktober 2014 wird vor allem wegen der Auseinandersetzung an der Seitenlinie im Gedächtnis bleiben. Ein Streit um eine Rote Karte löste den Zoff aus, bei dem sich die beiden Kontrahenten sogar an den Kragen gingen.

Auch bei dieser Angelegenheit soll er Wenger übrigens mit einem Straßenkampf gedroht haben: "Ich habe ihm gesagt: 'Du weißt, ich kann hier nicht reagieren, aber irgendwann treffe ich dich auf der Straße'", zitiert er Mourinho.

Wenger weicht dem Thema aus

Zu Mourinhos angeblicher Drohung wollte sich Wenger knapp zwei Jahre später nicht äußern.

"Sehen Sie, ich habe das Buch nicht gelesen und ich werde es sicherlich nicht lesen", sagte der Arsenal-Coach am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Chelsea: "Ich kann das nicht kommentieren. Ich spreche über Fußball - und das ist alles. Ich bin nicht im Zerstörmodus, niemals."

Ob seine Beziehung zu Mourinho sich jemals verbessern werde, konnte Wenger ebenfalls nicht beantworten. "Ich habe kein persönliches Problem mit irgendjemandem", sagte Wenger nur: "Ich respektiere jeden in unserem Spiel."

Tatsächlich muss Wenger nach Beasleys Einschätzung auch nicht fürchten, dass Mourinho ihm eines Tages auflauert. Der Journalist schätzt Mourinhos Gewaltdrohungen als reines Dampfablassen ein.

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