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München - Schiedsrichter Jonathan Moss hat Jose Mourinho nicht zum ersten Mal auf die Tribüne geschickt. Auch in der Umkleidekabine haben sich die beiden schon gezofft.

Jose Mourinho und die Schiedsrichter - eine unendliche Geschichte. Jose Mourinho und Jonathan Moss: inzwischen ein Kapitel für sich.

Der Unparteiische, der den Trainer von Manchester United beim 1:1 gegen West Ham United auf die Tribüne schickte, hat offensichtlich keine Scheu vor dem "Special One": Es war der dritte Feldverweis für Mourinho, an dem der 46-Jährige beteiligt war.

Mourinho muss auf die Tribüne - das Video:

Schon 2015 schickte Moss Mourinho - damals noch Trainer des FC Chelsea - bei einem West-Ham-Gastspiel auf die Tribüne. Ein Jahr zuvor war er Vierter Offizieller, als Mourinho sich bei einem Duell mit Aston Villa mit ihm anlegte und ebenfalls von der Seitenlinie verbannt wurde.

Berechtigt war nach allgemeiner Auffassung jeder einzelne dieser Platzverweise – auch der jüngste wegen eines Flaschentritts, nachdem Moss Mourinhos Einwände gegen eine Gelbe Karte nicht erhören mochte. Den Schneid, ihn gegen einen Charakterkopf wie Mourinho auch durchzuziehen, muss man aber auch erstmal haben.

Auch Moss ist umstritten

Moss, früher Jugendspieler beim FC Sunderland und im Nebenberuf Lehrer, ist ein Spätstarter. Erst seit 2011 pfeift er in der Premier League und wurde zum Profi-Schiedsrichter, im vergangenen Jahr pfiff er das FA-Cup-Finale zwischen dem FC Arsenal und Aston Villa.

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Unumstritten ist Moss jedoch nicht: Nach Einschätzung von Ex-Linienrichter Glenn Turner, der für die Website You are the Ref die Schiedsrichter-Leistungen der Premier League analysiert, war Moss in der vergangenen Premier-League-Saison für die meisten spielentscheidenden Fehlpfiffe der Liga verantwortlich. 

Mourinho reibt sich bekanntlich oft am Schiedsrichter im Allgemeinen, kein Wunder, dass es zwischen ihm und Moss regelmäßig kracht.

Zoff auch in der Schiri-Kabine

Im vergangenen Jahr scheiterte ein Versuch von Moss, den Stress hinter verschlossenen Türen beizulegen.

"Ich habe ihn gebeten, in meine Umkleidekabine zu kommen", schrieb Moss nach Mourinhos Tribünenverweis gegen West Ham 2015 in seinem Bericht an den Verband FA. Dort wollte er sich den kritischen Fragen Mourinhos stellen.

Moss' Antworten stellten Mourinho nicht zufrieden, er widersetzte sich zweimal Moss' Aufforderung, die Kabine zu verlassen. "Ihr verf***ten Schiedsrichter seid schwach", soll er laut Moss gerufen haben – und sich dabei sogar auf seinen Erzfeind Arsene Wenger berufen haben: "Wenger hat Recht, ihr seid verf***t schwach."

Die FA ermittelt nun wieder gegen Mourinho, als Wiederholungstäter drohen ihm mindestens zwei Spiele Sperre. Moss' Bericht dürfte einmal mehr interessant werden.

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