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Zlatan Ibrahimovic (l.) brannten im Duell mit Simon Kjaer die Sicherungen durch
Zlatan Ibrahimovic (l.) brannten im Duell mit Simon Kjaer die Sicherungen durch © Imago

Zlatan Ibrahimovic brennen bei Manchester Uniteds Pleite in Istanbul die Sicherungen durch. Er würgt seinen Gegenspieler. Nach Spielschluss findet dieser drastische Worte.

Auch am sonst nur so vor Selbstvertrauen strotzenden Zlatan Ibrahimovic geht die Krise von Manchester United nicht spurlos vorbei.

Anders ist die Aktion, die sich der schwedische Superstar der Red Devils bei der peinlichen Pleite in der UEFA Europa League bei Fenerbahce Istanbul (1:2) leistete, nicht zu erklären.

Kurz vor der Pause war der 35-Jährige mit der aggressiven Zweikampfführung seines Gegenspielers Simon Kjaer offensichtlich alles andere als einverstanden und ließ sich zu einer äußerst unbeherrschten Aktion hinreißen.

Ibrahimovic lieferte sich mit dem ehemaligen Wolfsburger zunächst ein gestenreiches Wortgefecht, ehe er den Dänen am Hals packte und ihn regelrecht würgte.

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Erst durch einige herbeigeeilte Mitspieler ließ sich der extrovertierte Stürmer beruhigen. Nach ein paar weiteren bösen Blicken löste sich das Getümmel schließlich auf.

Doch auch nach der Partie wirkte die Szene noch nach.

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Kjaer: "So kenne ich ihn"

Ibrahimovic sei ein "arroganter, aufgeblasener Typ", ließ Kjaer seiner Verärgerung über Ibrahimovic gegenüber dem schwedischen Sender Channel 9 freien Lauf. "Aber so kenne ich ihn auf dem Platz", so Kjaer, der bereits in Duellen mit der Nationalelf und während seiner Zeit in Frankreich bei OSC Lille mehrfach auf den Stürmerstar getroffen war.

Selbst war sich Kjaer an der Eskalation der Situation keiner Schuld bewusst. "Meine Art zu spielen ist einfach so, dass ich ihn so eng wie möglich verteidige, um ihm so wenig Raum wie möglich zu bieten. Er ist schließlich ein guter Spieler."

Auch Fenerbahce-Coach Dick Advocaat sah keinen überharten Einsatz seines Schützlings: "Wenn man sich die Wiederholung anschaut, sieht man, dass Kjaer nichts falsch gemacht hat. Er macht einfach nur das, was er tun soll und versucht, den Ball zu erobern. Aber er macht nichts, außer ein wenig mit den Armen zu arbeiten."

Ibrahimovic bleibt straffrei

Zu groß spielen wollte Kjaer die Aktion nach Spielschluss aber dann auch nicht. "Das gehört zum Fußball und ich nehme es nicht zu ernst. Ich weiß wie gesagt, wie er auf dem Platz reagiert."

Eine Strafe erwartet Ibrahimovic, der nun schon seit sechs Pflichtspielen auf einen Treffer wartet, allerdings nicht. Schiedsrichter Milorad Mazic und seine Assistenten stuften die Aktion nicht als derart schwerwiegend ein, dass sie einer Sanktionierung bedürfe.

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