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Die Spieler des FC Arsenal sind nach der 1:5-Pleite bei den Bayern frustriert
Dietmar Hamann kritisiert Spieler und Verantwortliche des FC Arsenal © Getty Images

Nach der 1:5-Niederlage der Gunners beim FC Bayern München hinterfragt Dietmar Hamann die Einstellung des FC Arsenal. Spieler und Trainer bekommen ihr Fett weg.

Ex-Bayern-Profi Dietmar Hamann hat Spieler und Verantwortliche des FC Arsenal nach der 1:5-Pleite gegen den FC Bayern im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League scharf kritisiert.

"Nachdem erneut eine Titelchance verspielt wurde, muss man die Frage stellen, ob Arsene Wenger ein Trainer von Champions-League-Format ist", sagte Hamann der englischen Zeitung Express

Aber auch die Spieler kommen nicht ungeschoren davon. "Ich war ein großer Fan von Theo Walcott und Alex Oxlade-Chamberlain als sie zu Arsenal kamen, aber sie stehen sinnbildlich dafür, dass Arsenal zu viele Spieler hat, die dort hinwechselten und sich nicht verbesserten. Ich denke nicht, dass Walcott sich zu dem Spieler entwickelt hat, den wir alle erwarteten."

"Arbeiten nicht genug"

Den Grund für die stagnierenden Arsenal-Profis ist aus Hamanns Sicht schnell gefunden: "Sie arbeiten nicht genug und er (Arsene Wenger Anm. d. Red.) setzt zu lange auf sie."

Die Beziehung zwischen Trainer Wenger und seinen Spieler ist dem ehemaligen Bayern-Spieler ein Dorn im Auge. "Arsenal-Spieler sind sehr glücklich mit dem Trainer. Bestes Beispiel ist Mesut Özil: Er sagt, dass er keinen neuen Vertrag unterschreibt, bis die Zukunft des Trainers geklärt ist."

Doch stattdessen müsse jemand kommen und hinterfragen, ob Arsenal wirklich nur ein Achtelfinalist in der Champions League sei, forderte Hamann.

"Jemand muss realisieren, dass 'schöner Fußball' nicht reicht, aber unter diesem Trainer wird das nicht passieren", kritisierte der 43-Jährige die Wengers Spielphilosophie scharf. Nur das heutige Barcelona und Real Madrid in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hätten mit schönem Fußball die Champions League gewonnen.

Psychologische Probleme bei Arsenal

Hamann sieht bei den Gunners sogar ein psychologisches Problem. "Diesmal haben sie sogar die Gruppe gewonnen, aber sobald Bayern München gezogen wurde, fügten sie sich bereits vor dem Spiel ihrem Schicksal. Außergewöhnliche Teams finden einen Weg, um zu gewinnen, statt Ausreden für Niederlagen. Das ist der Unterschied zwischen Arsenal und Bayern in den letzten zehn Jahren", sprach der ehemalige England-Profi Klartext.

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