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Liverpool beschenkt wieder einmal einen Kleinen anstatt wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze zu landen. Jürgen Klopp nimmt die Schuld auf sich.

Jürgen Klopp hätte wohl nichts dagegen, würde die Premier League nur aus Spitzenteams bestehen. Gegen die sieht sein FC Liverpool schließlich fast immer gut aus.

Die vermeintlich leichten Aufgaben stellen sich dagegen oft als Stolpersteine heraus. Zu oft. So auch am Mittwochabend, als die Reds an der heimischen Anfield Road nur zu einem 2:2 gegen den AFC Bournemouth kamen.

Nach frühem Rückstand drehte Liverpool die Partie, um sie dann drei Minuten vor dem Ablauf der regulären Spielzeit doch wieder aus der Hand geben. Der frühere Mönchengladbacher Joshua King überrumpelte die einmal mehr konfuse Defensive der Hausherren und glich für den Underdog aus.

© iM Football

"Hätte fast gekotzt"

"Es ist einfach enttäuschend. Nach dem Ausgleich hätte ich fast gekotzt", sagte Klopp im Anschluss.

Dem früheren Trainer von Borussia Dortmund geht seine unfreiwillige Rolle als Robin Hood, der den großen, reichen Mannschaften aus England Punkte abknöpft und sie brav an die kleinen, ärmeren Teams verteilt, gewaltig auf den Zeiger.

Liverpools Patzer im Video:

"Wären wir Chelsea, hätte der Gegner in den letzten 20 Minuten wahrscheinlich nur drei Mal den Ball", monierte Klopp und gab unverblümt zu verstehen, seine Mannschaft sei in vielerlei Hinsicht "nicht erfahren genug" und müsse noch "sehr viel lernen".

Klopp nimmt Schuld auf sich

Ein Dreier wäre für den Vize-Rekordmeister ein wichtiger Schritt in Richtung Champions-League-Qualifikation gewesen. Zwar liegen die Reds nun mit 60 Punkten auf Platz drei, aber nur mit zwei statt mit möglichen vier Punkten vor Manchester City, das 1:2 bei Spitzenreiter Chelsea verlor.

Das Starensemble von Pep Guardiola hat allerdings noch ein Spiel in der Hinterhand. Arsenal, das aktuell mit 54 Zählern Fünfter ist, sogar zwei. (Tabelle der Premier League)

"So ist das Leben. Wenn mein Sohn etwas falsches macht, ist das meine Verantwortung. Die Spieler sind zwar nicht meine Söhne, aber es ist vergleichbar", nahm Klopp die Schuld an dem Patzer in gewohnt humorvoller Manier auf sich.

Restprogramm ohne Kracher

Seine gute Laune hat der 49-Jährige keineswegs verloren.

Stand heute spielt Liverpool in der nächsten Saison in der Königsklasse - und hat mit Stoke, West Brom, Crystal Palace, Watford, Southampton, West Ham und Middlesbrough sicherlich nicht das allerschwerste Restprogramm vor der Brust. (Spielplan und Ergebnisse der Premier League)

Klopp wäre es nach den Erfahrungen der letzten Monate aber wahrscheinlich lieber, auf die Großen zu treffen. 

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