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Lucien Favre ist mit OGC Nizza Dritter der Ligue 1 © Getty Images

Lucien Favre kritisiert den englischen Fußball und den FC Arsenal mit deutlichen Worten und wundert sich über die Prioritäten. Mesut Özil kommt nicht gut weg.

Lucien Favre hat deutliche Worte gegen den FC Arsenal und die englische Premier League gefunden.

"Arsenes Verdienste sind zu groß, als dass er sich Sorgen machen müsste. Aber wenn er bleibt, steht er vor einer gigantischen Aufgabe", meinte Favre mit Blick auf den kritisierten Coach Arsene Wenger im Tagesspiegel. "Er muss eine komplett neue Mannschaft aufbauen. Von der jetzigen genügen nur Laurent Koscielny und Granit Xhaka den Ansprüchen, die ein Klub wie Arsenal haben sollte."

Auf Nachfrage, ob nicht weitere Stars wie Mesut Özil ebenfalls gut genug für die Gunners seien, meinte der Schweizer: "Kein Özil, kein Sanchez, kein Walcott."

Die Gunners hatten am Montag 0:3 bei Crystal Palace verloren und drohen erstmals seit 1996 die Champions League zu verpassen.

Favre, der zurzeit erfolgreich OGC Nizza in der französischen Ligue 1 trainiert, fand zudem deutliche Worte in Richtung der Premier League: "Da steckt viel Geld drin, aber es kommt wenig dabei heraus."

Der Fußball würde auf der Insel zu kurz kommen. "Die Prioritäten in der Premier League sind doch sehr fragwürdig. Die Klubs spielen alle paar Tage irgendwelche Pokalwettbewerbe aus, es bleibt kaum Zeit für Regeneration und für ein richtiges Training, alles wird dem Fernsehvertrag untergeordnet. Manchmal habe ich den Eindruck, dass der Fußball nur eine Nebenrolle spielt", schimpfte Favre.

Mit Manchester United in der UEFA Europa League und Leicester City in der Champions League stehen nur zwei englische Teams im Viertelfinale des Europacups.

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