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Jose Mourinho (r.) hat wenig für Luke Shaw übrig © Getty Images

Jose Mourinho nimmt nie ein Blatt vor den Mund. Nach dem Remis gegen Everton stellt der Trainer von Manchester United mal wieder einen seiner Stars öffentlich bloß.

Jose Mourinho hatte einmal mehr die Faxen dicke. 

Manchester United schaffte es nicht, im heimischen Old Trafford gegen den FC Everton über ein 1:1 hinaus zu kommen. Ein weiterer übler Rückschlag für die "Red Devils" und ihren Teammanager im Kampf um die rar gesäten Champions-League-Ränge. (Tabelle der Premier League)

Uniteds Remis im Video:

Es wäre sogar noch schlimmer gekommen, hätte Superstar Zlatan Ibrahimovic in der 94. Minute nicht vom Punkt aus ausgeglichen. Der für die letzte halbe Stunde eingewechselte Linksverteidiger Luke Shaw hatte zuvor die Flanke geschlagen, die zum Handelfmeter führte. 

Anteil an dem Punktgewinn sprach Mourinho dem englischen Nationalspieler nach Spielende aber nicht zu. "Seine Leistung war gut", erklärte der exzentrische Coach, "aber nur deswegen, weil er auf meiner Seite gespielt hat."

Diesen verdutzenden Worten schob Mourinho hinterher: "Ich habe für Luke gedacht, ich habe seine Leistung angeleitet. Ich habe jede einzelne Entscheidung für ihn getroffen. Hätte er auf der anderen Seite gespielt, wäre das nicht möglich gewesen." Kurzum: "Er hat eine gute Leistung gezeigt: Sein Körper mit meinem Gehirn." 

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Shaw, der vor zweieinhalb Jahren für 37,5 Millionen Euro vom FC Southampton gekommen war, habe von seinem Vorgesetzten Anweisungen bekommen, wann er wohin laufen soll. "Und das", ärgerte sich Mourinho, "ist auf diesem Level nicht möglich." Shaw müsse erwachsen und reifer werden, das Spiel besser verstehen - schließlich sei er kein Teenager mehr.

Erst am Montag hatte "The Special One" gegen den 21-Jährigen gegiftet: "Ich kann die Art und Weise, wie er trainiert, nicht mit Ashley Young, Matteo Darmian oder Daley Blind vergleichen, sein Engagement, seine Fokussierung, seinen Ehrgeiz. Da ist er weit zurück."

Wie lange Shaw in Manchester bleibt, ist unklar. Sein Vertrag läuft 2018 aus - und Mourinho scheint nicht abgeneigt, ihn bereits im Sommer abzugeben.

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