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München - Antonio Conte legt im Zoff mit Jose Mourinho nach. Der Portugiese sei "ein kleiner Mann", sagt der Chelsea-Coach - und fordert ihn zum Kampf.

Der verbale Schlagabtausch zwischen Antonio Conte und Jose Mourinho droht zu eskalieren. 

Der Teammanager des FC Chelsea hat mit deutlichen Worten auf die hämischen Aussagen seinen Kollegen von Manchester United reagiert - und ihn zum Kampf aufgefordert. 

"Wenn wir auf Manchester United treffen, wird es sicherlich die Möglichkeit geben, die Sache von Angesicht zu Angesicht zu klären. Nur er und ich. Ich werde bereit sein. Ob er es sein wird? Ich weiß es nicht", sagte Conte auf einer Pressekonferenz nach dem 0:0 der Blues im FA Cup gegen Norwich City. 

Clown, Amnesie, Manipulation - der irre Zoff der Trainer

Was war passiert? Mourinho hatte den Streit mit seinem Vorwurf an den heißblütigen Trainer seines Ex-Klubs, sich "wie ein Clown" an der Seitenlinie aufzuführen, provoziert.

Anschließend sagte Conte dem United-Coach in Bezug auf dessen nicht minder ruhigen Verhaltens in der Vergangenheit "Amnesie" nach. "The Special One" ließ diese Anschuldigung nicht auf sich sitzen.

Um sein Erinnerungsvermögen unter Beweis zu stellen, erinnerte Mourinho den Italiener an dessen angebliche Spielmanipulation vor sieben Jahren. Damals war Conte als Trainer des AC Siena zu einer sechsmonatigen Haftstrafe angeklagt worden, weil er Kenntnisse von Spielmanipulationen nicht gemeldet haben soll. Das italienische Sportgericht sprach ihn letztlich aber frei.

"Das Einzige, was ich sagen kann, um die Geschichte zu beenden, ist, dass ich in der Vergangenheit Fehler an der Seitenlinie gemacht habe. Und, ja, ich werde in Zukunft weniger machen. Sicherlich werden noch ein paar dazu kommen. Aber was mir nie passiert ist - und niemals passieren wird - ist für Spielmanipulation gesperrt zu werden", sagte der 54-Jährige.

Conte erinnert an Ranieri: "Mourinho ist falsch"

Conte konterte nun auf seine Weise. "Bevor man solche Kommentare abgibt, sollte man wirklich wissen, was geschehen ist. Ich wurde für unschuldig erklärt. Wenn das einzige Ziel eines Mannes aber daraus besteht, jemanden zu beleidigen und bloß zu stellen, ist dieser Mann in meinen Augen ein kleiner Mann."

Dann verwies der 48-Jährige auf Mourinhos Doppelmoral im Umgang mit dem ehemaligen Leicester-Trainer Claudio Ranieri. "2008 stellte er ihn bloß, weil er nicht gut Englisch sprach und ein paar Jahre später setzte er sich mit dessen Initialen auf dem Pullover auf eine Pressekonferenz. Allein das zeigt doch schon, dass dieser Mann falsch ist."

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Conte kam daher zu folgendem Fazit: "Mourinho war schon in der Vergangenheit in vielerlei Hinsicht ein kleiner Mann, er ist in der Gegenwart ein kleiner Mann und er wird auch in der Zukunft ein kleiner Mann sein."

Ob sein Gegenüber das auf sich sitzen lassen wird? Unwahrscheinlich. Eine Fortsetzung dürfte folgen. Spätestens am 25. Februar. Dann empfängt United Chelsea im Old Trafford. 

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