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Ein Fan von Deportivo La Coruna erlag in Madrid seinen Verletzungen. Der Schock sitzt tief in Spaniens Fußball
Ein Fan von Deportivo La Coruna erlag in Madrid seinen Verletzungen. Der Schock sitzt tief in Spaniens Fußball © getty

Vor der Partie zwischen Atletico Madrid und Deportiva La Coruna wird ein Gäste-Fan schwer verletzt. Die Wiederbelebung schlägt fehl.

Madrid - Nach Ausschreitungen zwischen Anhängern des spanischen Meisters Atletico Madrid und von Deportivo La Coruna ist ein 43 Jahre Depor-Ultra seinen schweren Verletzungen erlegen.

Der unter dem Namen "Jimmy" in der Szene bekannte Mann hatte schwere Kopfverletzungen sowie eine Unterkühlung davongetragen, nachdem er in den Fluss Manzanares geworfen worden war.

Nach seiner Bergung durch Rettungstaucher der Feuerwehr war er im Hospital Clinico Universitario San Carlos zunächst für klinisch tot erklärt worden und konnte dann zunächst wiederbelebt werden.

Wiederbelebung reicht nicht aus

Am Nachmittag erlag er dann aber den Folgen eines Herz- und Atemstillstands, berichteten Medien unter Berufung auf die behandelnden Ärzte einer Madrider Klinik. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle der Primera Division)

Mit Messern, Eisenstangen und Flaschen

Rund 200 Angehörige von organisierten Fangruppen waren nach Polizeiangaben am Sonntagmorgen in unmittelbarer Nähe des Atletico-Stadions Vicente Calderon mit Stöcken, zerbrochenen Flaschen, Eisenstangen und Messern aufeinander losgegangen.

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Nach Angaben der Polizeidirektion von Madrid wurden insgesamt 13 Menschen zum Teil schwer verletzt, darunter auch eine Beamtin. 25 Personen wurden festgenommen worden, hieß es weiter.

"Menschen in den Fluss gestürzt"

Die Zeitung "El Pais" zitiert eine Augenzeugin mit den Worten: "Die Fans haben plötzlich brutal aufeinander eingeschlagen, viele Menschen sind in den Fluss gestürzt, es war ein Horror!"

Weiter hieß es, dass die Ausschreitungen bereits gegen 9.00 Uhr kurz nach der Ankunft der Fan-Busse aus Galizien entbrannten. Das Spiel im Vicente Calderon wurde um 12.00 Uhr angepfiffen.

Der spanische Ligaverband LFP erklärte, wegen der Vorfälle auf eine kurzfristige Absage des Spiels gedrängt zu haben.

Aus vor weiterer Gewalt

Aus Angst vor weiterern Gewaltakten hätten Atletico und Deportivo aber auf die Austragung der Partie bestanden. Die Hausherren siegten mit 2:0 (1:0).

"Heute ist einer der traurigsten Tage in der Geschichte des spanischen Fußballs", sagte Deportivo-Trainer Victor Fernandez nach dem Abpfiff, noch bevor die Nachricht vom Tod des Mannes bekannt gegeben wurde.

Atletico verurteilte in einer auf der Vereinshomepage publizierten Erklärung die Vorfälle: "Die durch den Sport geförderten Werte müssen über jede Konkurrenz erhaben sein. Wir müssen gemeinsam die Geißel der Gewalt bekämpfen."

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