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Martin Odegaard und berater Tore Pedersen
Martin Odegaards Berater Tore Pedersen (r.) spielte in Deutschland für St. Pauli und Eintracht Frankfurt

Nach dem Wechsel von Norwegens Toptalent Martin Odegaard zu Real Madrid spricht jetzt der Berater bei SPORT1 über die Pläne der Spanier mit dem Spieler.

Das Rennen machte am Ende Real Madrid. Martin Odegaard, Norwegens Wunderjunge, wechselt von seinem Heimatverein Stromsgodset IF zu den "Königlichen".

Auch der FC Bayern war an dem 16 Jahre alten Toptalent dran, doch zum Schluss ohne Erfolg. "Er hat sich jetzt für Real entschieden, zu Bayern, Liverpool oder Arsenal wird es von mir keinen Kommentar mehr geben", sagt jetzt Odegaards Berater Tore Pedersen im Gespräch mit SPORT1.

Und doch verrät er, wer alles an dem Talent Interesse hatte. "Martin hat seine finale Entscheidung erst letzte Woche und ganz alleine getroffen." Der 45 Jahre alte ehemalige Profi des FC St. Pauli und Eintracht Frankfurt ist mit Odegaards Vater zudem der Mastermind des Spielers. 

"Dass sein Vater in der Jugendarbeit der Spanier eingestellt wird, war nicht der Grund für seine Entscheidung."

Erster große Schritt

Real soll jedenfalls der erste große Schritt in Odegaards Karriere werden. Bis Mai 2014 spielte er bei der U 19 von Stromsgodset. Am 13. April 2014 debütierte er mit 15 Jahren und 151 Tagen gegen Aalesunds FK als bisher jüngster Spieler in der ersten norwegischen Liga.

Im letzten halben Jahr kannte die Begeisterung um Odegaard keine Grenzen. "Der Hype ist wie bei Justin Bieber", sagt Pedersen und muss schmunzeln.

"Alle drehen in Norwegen durch, es wird noch eine Pressekonferenz dort geben und das war es dann erst mal." Die letzten Monate seien für seinen Klienten "unglaublich" gewesen. "Norwegen ist ein kleines Land, jeder Journalist kann jeden Tag zum Training kommen und es war viel positiver Stress mit der Presse. Martin will jetzt einfach seine Ruhe haben", so Pedersen.

"Er ist ein super Typ"

Der Ex-Profi schwärmt geradezu von Odegaard. "Er ist ein super Typ, ist ruhig, denkt immer nach und ist ein mit seinen 16 Jahren schon sehr erwachsen." Und der Berater fügt hinzu: "Bei der Pressekonferenz in Madrid waren so viele Leute. Bei der ersten Frage war Martin noch nervös, aber schon bei der zweiten hatte er die totale Kontrolle."

Auch Jörn Andersen, Ex-Trainer von Mainz 05 und aktuell Coach bei Austria Salzburg, war im SPORT1-Interview voll des Lobes: "Martin ist ein ganz bodenständiger Junge, sein Vater, der auch Spieler und Trainer in Norwegen war,steht immer voll hinter ihm. Er schützt ihn gut. Wie die mit der Presse in Norwegen umgehen, ist sensationell.

Dem großen Abenteuer in Spanien, das am 29. Januar beginnen wird, blickt Pedersen nun zuversichtlich entgegen. Odergaard sei über den Transfer "sehr erleichtert und happy." Und es sei gut, "dass seine Eltern dabei sind", meint Pedersen.

"Egal, ob England, Deutschland oder Spanien, es war immer klar, dass sie mitkommen würden. Martin wäre nicht alleine umgezogen wäre, weil er erst 16 ist."

Mentor Zidane

Real-Coach Carlo Ancelotti und Co-Trainer Zinedine Zidane seien mit Odegaard "sehr zufrieden." Zidane ist zudem der Chefcoach der zweiten Mannschaft von Real. Von ihm, dem Weltfußballer, Welt-, Europameister, Champions-League-Sieger und einem der besten Fußballer der Welt, kann Odegaard sicherlich viel lernen - und er kümmert sich jetzt hauptverantwortlich, als Mentor, um den Blondschopf.

Als ein zentraler Mittelfeldspieler zwischen der defensiven Acht und der offensiven Zehn hat er eine ähnliche Position wie früher Zidane.

Der Franzose und Ancelotti hätten Odegaard im Training gesehen und "sind voll überzeugt von ihm", meint Pedersen. Kommt der Schritt nicht etwas zu früh? "Das ist schwer zu beantworten. Es ist ein Riesen-Schritt. Wäre er zu Bayern gegangen, wäre es auch ein Riesen-Schritt gewesen."

Und weiter: "Martin wird bei den Profis unter Ancelotti und Zidane trainieren. Wenn er gut genug ist, wird er in der ersten Mannschaft spielen. Aber auch die zweite Mannschaft hat viele tolle U 21-Nationalspieler von Spanien, da gibt es auch ein gutes Niveau."

Odegaard werde "aber in der ersten Elf seine Möglichkeiten bekommen."

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