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Beim Transfer von Neymar zum FC Barcelona gibt es Unstimmigkeiten © Getty Images

In der Affäre um den Transfer von Brasiliens Fußball-Superstar Neymar zum FC Barcelona macht Spaniens Justiz gegen die Katalanen offenbar ernst: Wegen Steuerhinterziehung beantragt die Staatsanwaltschaft beim Nationalen Gerichtshof in Madrid in dem Verfahren nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP mehrjährige Haftstrafen gegen Barca-Präsident Josep Maria Bartomeu und seinen Vorgänger Sandro Rosell sowie eine hohe Geldstrafe gegen den katalanischen Nobelklub.

Barcelonas Präsident Josep Maria Bartomeu © Getty Images

Bartomeu soll den Informationen aus Justizkreisen zufolge für zwei Jahre hinter Gitter und Rosell als Drahtzieher sogar für sieben Jahre. Für Barcelona stehen eine Geldstrafe und Nachzahlungen in Höhe von insgesamt 22,2 Millionen Euro im Raum. Ein Termin für die Verkündung des Urteils durch den zuständigen Richter Pablo Ruiz ist noch nicht bekannt.

Die Aufklärung des Falles beschäftigt Barca und die Justiz schon seit Monaten. Unter dem Druck der Ermittlungen hatte der Klub die 2013 zunächst auf 57 Millionen Euro bezifferte Ablöse für den Starstürmer an den FC Santos auf 86,2 Millionen Euro deutlich nach oben korrigiert und zugleich eine zusätzliche Steuerschuld von 13,5 Millionen Euro gegenüber dem spanischen Fiskus eingeräumt. Bartomeu selbst soll 1,9 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben.

Trotz der Bemühungen um eine Verschleierung der außer an Neymars früheren Klub in mehrere Kanäle geflossenen Gelder hatte Barcelona bis zuletzt die Abwicklung des Transfers als gesetzeskonform bezeichnet. Demnach seien Bartomeu und Rosell als unschuldig anzusehen.

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