München und Barcelona - Der FC Barcelona präsentierte die Pläne für den Umbau des Camp Nou. Nach dem Facelift soll das Stadion noch mehr Zuschauer fassen und zudem komplett überdacht sein.

Der spanische Meister FC Barcelona hat seine Pläne für den Umbau des Stadions Camp Nou gezeigt.

Im Projekt "Espai Barca" soll unter anderem die 1957 eingeweihte Heimspielstätte der Katalanen ein Facelift bekommen und aufgestockt werden.

Präsident  Josep Maria Bartomeu sagte auf einer Veranstaltung zum Stand des Projekts, "Espai Barca" sei nach 13 Monaten Arbeitszeit im Zeitplan.

Im Zuge des Mammutprojekts, für das insgesamt 600 Millionen Euro an Kosten geplant sind, soll das komplette Camp Nou soll überdacht werden.

Außerdem ist geplant, den Oberrang über das komplette Rund auszubauen und damit die Zuschauerkapazität von aktuell rund 99.300 nochmal zu erhöhen. Schon jetzt ist die Arena das größte Stadion Europas, anvisiert ist nun ein Volumen von 105.000 Zuschauern.

Auch die Halle der Basketballer und Handballer, der "Palau Blaugrana", bekommt ein Facelift. 

Zuletzt war bereits bekannt geworden, dass Barca einen weiteren Tabubruch erwägt: Wie Vereinspräsident Bartomeu bei einer Veranstaltung mitteilte, steht der Champions-League-Finalist dem Verkauf der Namensrechte am vereinseigenen Stadion Camp Nou offen gegenüber.

Im Sommer 2013 hatte Barca nach 111 Jahren erstmals einen Vertrag mit einem Trikotsponsor abgeschlossen.

Mit dem Verkauf des Stadionnamens will der Klub des deutschen NationaltorhütersMarc-Andre ter Stegen das Projekt "Espai Barca" finanzieren.

"Von den 600 Millionen Euro, die Espai Barca kostet, werden 200 Millionen von einer Kreditanstalt finanziert, 200 Millionen durch Eigenmittel und die fehlenden 200 Millionen durch den kommerziellen Verkauf des Stadionnamens", sagte Bartomeu.

Der 54-Jährige machte aber deutlich, dass "Camp Nou" in jedem Fall als Namensbestandteil erhalten bleiben werde.

Vor zwei Jahren hatte Barcelona einen Dreijahresvertrag mit Qatar Airways über 96 Millionen Euro abgeschlossen.

Das Kinderhilfswerk Unicef hatte zuvor lediglich unentgeltlich Trikotwerbung bei den Katalanen machen dürfen.

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