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Cordoba CF v Barcelona FC - La Liga
Luis Suarez (r) feiert seinen Treffer mit Ivan Rakitic (2.v.l.), Gerard Pique (l.), Neymar (3.v.l.), Andres Iniesta (4.v.l.), Dani Alves (3.v.r.) and Lionel Messi (2.v.r.). © Getty Images

Cordoba - Der FC Bayern kann sich warm anziehen: Champions-League-Gegner FC Barcelona läuft in der Liga heiß, Messi, Suarez und Neymar treffen derzeit nach Belieben.

Luis Suarez hielt sich mit seinem ersten Dreierpack im Trikot des FC Barcelona und dem berauschenden 8:0 (2:0) beim FC Cordoba gar nicht lange auf.

"Jetzt müssen wir an die Bayern denken", sagte der Torjäger mit Blick auf das Halbfinal-Hinspiel gegen den deutschen Rekordmeister am Mittwoch im Camp Nou (20.45 Uhr in unserem Sportradio SPORT1.fm) Das, versicherte Suarez, gehen die Barca-Stars nach dem begeisternden Auftritt in Andalusien mit "noch mehr Selbstvertrauen" an. Dennoch ist der Respekt vor den angeschlagenen Münchnern groß.

"Es wird schwierig, auch wenn die Leute sagen, dass sie verlieren müssten, weil ihnen wichtige Spieler wie Robben oder Ribery fehlen", sagte Suarez, "wir müssen da reingehen wie schon die ganze Saison und unser Spiel machen."

Dieses Spiel, das wurde am Samstag in Cordoba abermals deutlich, kann ebenso atemberaubend schön wie gnadenlos effektiv sein.
Barcelona brauchte allerdings eine gewisse Anlaufzeit, ehe der frühere Schalker Ivan Rakitic das Spektakel auf Zuspiel des seit Wochen überragenden Lionel Messi eröffnete (43.). "Ich dachte schon, der Ball will heute gar nicht rein", sagte Trainer Luis Enrique.

Suarez (45./53./88.), Messi mit seinen Saisontreffern Nummer 39 und 40 (46./80.) sowie Abwehrchef Gerard Pique (65.) und Neymar (85., Foulelfmeter) schossen Cordoba dann in die zweite Liga.

Presse feiert Barca

"Barcelona massakriert Cordoba", schrieb AS aus Madrid, Marca kommentierte: "Messi dirigiert die Tormaschine. Barcelona zeigt, dass es bereit ist für die Bayern." Sport aus Barcelona bejubelte ein "unmögliches, verrücktes Barca". Mundo Deportivo sah "eine Nachricht an Madrid - und die Bayern".

Real Madrid zeigte sich allerdings wenig beeindruckt. Dank des 3:2 (2:1) am Samstagabend beim FC Sevilla, das Cristiano Ronaldo mit seinen Toren Nummer 40 bis 42 im Alleingang sicherstellte, blieben die Königlichen zwei Punkte hinter dem ewigen Rivalen. Madrids Trainer Carlo Ancelotti stichelte, acht 1:0-Siege seien ihm "lieber als ein 8:0".

Sollte Barcelona in den drei noch ausstehenden Begegnungen auch nur einmal straucheln, könnte der Titel aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs an Real gehen.

"Wir haben noch nichts gewonnen", sagte Barca-Abwehrspieler Javier Mascherano, "wir sind in jedem Wettbewerb nur ein Spiel davon entfernt, den Titel zu verspielen." Gegen die Bayern erwartet er "ein sehr ausgeglichenes Duell, in dem kleine Details entscheiden werden". Beide Mannschaften pflegten denselben Stil, "auch sie pressen und wollen den Ball halten, es wird spektakulär. Wir müssen an den Sieg glauben."

Enrique gab seiner Mannschaft, die in Cordoba in Bestbesetzung spielte, am Sonntag frei. Am Montag um 11.00 Uhr beginnt die Vorbereitung auf die Champions League.
"Wir haben genügend Zeit, um uns zu erholen und für Mittwoch bereit zu sein", sagte der Coach, "aber es wird ein sehr schwieriges Duell."

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