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AS Roma v FC Barcelona - UEFA Champions League
Luis Suarez und Lionel Messi sind zwei der zahlreichen Superstars beim FC Barcelona © Getty Images

Die Unabhängigkeits-Bestrebungen der spanischen Region Katalonien würden im Erfolgsfall auch Auswirkungen auf den Fußball haben. Barca und Co. drohen unangenehme Folgen.

Die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien gefährden die Zugehörigkeit von Champions-League-Sieger FC Barcelona und der anderen Klubs aus der Region zu Spaniens Profi-Fußball.

Liga-Chef Javier Tebas und Sport-Staatssekretär Miguel Cardenal verdeutlichten am Dienstag während eines gemeinsamen Promotion-Auftritts vor Schülern, dass eine Abspaltung der Katalanen vom Königreich zwangsläufig den Ausschluss aller Vereine aus Katalonien aus dem spanischen Sport nach sich ziehen würde.

"Wenn Katalonien sich für unabhängig erklärt, ist es naheliegend, dass die katalanischen Teams nicht mehr in unserer Liga mitspielen werden", sagte Tebas wenige Tage vor den mit Spannung erwarteten Regionalwahlen am Sonntag in Katalonien.

Cardenal bekräftigte die Einschätzung des Liga-Bosses ausdrücklich. Einen Sonderstatus für Teams aus einem unabhängigen Katalonien wie derzeit schon für Mannschaften aus dem Pyrenäen-Zwergstaat Andorra lehnten Tebas und Cardenal kategorisch ab.

Für den Urnengang in Katalonien sagen viele Beobachter einen Erfolg der Separatisten voraus. Sollten sich bei der Wahl die Befürworter einer katalanischen Unabhängigkeit durchsetzen, wird in naher Zukunft die Ansetzung eines Referendums über die Abspaltung von Spanien erwartet.

Zu den Sympathisanten der Unabhängigkeitsbewegung gehört auch der aus der Provinz Barcelona stammende Star-Trainer Pep Guardiola vom deutschen Rekordmeister Bayern München.

Über den Fußball hinaus wären von einem Ausschluss katalonischer Klubs aus spanischen Topligen besonders auch Handball und Basketball betroffen, wo der FC Barcelona ebenfalls zu den besten Vereinsmannschaften der Welt gehört.

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