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Seit 2013 Teamkollegen bei Real Madrid: Gareth Bale (r.) und Cristiano Ronaldo
Seit 2013 Teamkollegen bei Real Madrid: Gareth Bale (r.) und Cristiano Ronaldo © Getty Images

München und Madrid - Gareth Bale suchte angeblich Hilfe, weil er sich bei Real Madrid gemobbt fühlte. Ronaldo soll der Bösewicht gewesen sein, ein spezieller Coach die Rettung.

Es ist bekannt, dass Gareth Bale seine Anlaufschwierigkeiten hatte, als er zu Real Madrid kam, recht lang andauernde Anlaufschwierigkeiten.

Gerüchte, dass Cristiano Ronaldo dem Stareinkauf aus dem Sommer 2013 Steine in den Weg gelegt haben soll, gab es auch schon.

Nun sind neue Details zur schwierigen Beziehung der beiden Zig-Millionen-Einkäufe bekannt geworden: Sie führten nach einem Bericht der englischen Daily Mail so weit, dass der Waliser Flügelstürmer sich Hilfe bei einem Mental-Guru suchte.

Gerüchte über gestörtes Verhältnis

Das Verhältnis Bales zu Ronaldo - und auch das zum Rest des Teams - ist seit geraumer Zeit ein vielbeachtetes Thema. Es gilt als kühl und auf dem Platz vergleichsweise unproduktiv.

Bale habe sich nicht richtig integriert, spreche schlecht spanisch, sagen seine Kritiker. Ronaldo mobbe ihn und lebe seine Neid- und Angstgefühle gegen Bale aus, sagen andere.

Er fühle sich in seinem Status von Bale bedroht, er sei neidisch, dass Bale teurer gewesen sein soll als er: 100 Millionen zu 94 Millionen - wobei Bale nach Real-Angaben nur 91 Millionen gekostet hat. Auch da gibt es Gerüchte, dass Real das nur sage, damit Ronaldo sich nicht ärgert - es gibt bei Real generell viele Gerüchte.

Ein "Peak Performance Coach" als Rettung

Welcher Deutung man auch immer glauben mag: Der Mail zufolge hat sich Bale sich wegen der "negativen Umkleidekabinen-Atmosphäre, die Cristiano Ronaldo geschaffen hat", an einen Spezialisten gewandt.

Jamie Edwards heißt der Mann, früher Basketballspieler, heute Motivationsredner und Mentaltrainer - Eigenbezeichnung: "Peak Performance Coach".

Edwards ist eine gewisse Institution im Profisport, auch andere Stars wie Joe Hart, Luke Shaw oder die Golfer Darren Clarke und Lee Westwood haben sich schon an ihn gewandt.

Jamie Edwards soll Gareth Bale gegen die schlechten Schwingungen von Cristiano Ronaldo geholfen haben
Jamie Edwards soll Gareth Bale gegen die schlechten Schwingungen von Cristiano Ronaldo geholfen haben © youtube.com/trainedbrainTV

Weg vom positiven Denken

Edwards' besonderer Ansatz: Das vielgerühmte "positive Denken" ist für ihn "eine Lüge und ein Mythos", er empfiehlt Spitzenathleten stattdessen neutrales, realistisches Denken - also nicht "Ich treff das Tor!", sondern "Kann ich das Tor treffen? Kann ich."

Klingt für viele wahrscheinlich nach Firlefanz, Edwards scheint Bale mit seinen Methoden aber geholfen zu haben.

Aktuell ist der Waliser in starker Form, traf zuletzt zweimal gegen Real Betis, auch in der EM-Qualifikation gegen Zypern.

Und mit Ronaldo klappt's ja bei genug positivem - Pardon: neutralem - Denken womöglich auch noch.

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