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München - Was wird aus Lionel Messi und Cristiano Ronaldo? Sogar Spaniens Ligapräsident mischt sich in die Spekulationen ein. SPORT1 klärt die Wechselwahrscheinlichkeiten.

Inzwischen meint sogar Spaniens Boss der Bosse, eine Art Machtwort in Sachen Cristiano Ronaldo und Lionel Messi sprechen zu müssen.

Ein Verkauf seiner beiden Kronjuwelen? Mögliche Wechsel nach England, nach Frankreich, sonstwohin? Niemals, da ist Javier Tebas sicher.

Javier Tebas
Javier Tebas ist seit 2013 Präsident der spanischen Liga © Getty Images

"Dass Cristiano Ronaldo und Lionel Messi gehen, ist so wahrscheinlich wie die Unabhängigkeit Kataloniens", sagt Spaniens Ligapräsident im Interview mit der Zeitung AS. Und für diejenigen, denen Tebas' politische Haltung in dem Fall nicht klar ist, ergänzt er: "Unmöglich!"

Es klingt auch wie eine Selbstverständlichkeit: Warum sollten Real Madrid und der FC Barcelona ihre jeweiligen Superstars ziehen lassen, welchen Grund haben die Dauer-Weltfußballer, die Stätten ihres Erfolgs zu verlassen?

Zumindest ein paar wollen die internationalen Medien auf die Spur gekommen sein.

Guardiolas Biograf als Anheizer

Bei Messi war es Guillem Balague, katalanischer Sportjournalist, TV-Experte in England und Biograf Pep Guardiolas, der vor einigen Wochen einiges in Gang brachte.

Der Argentinier sei "nie so nah dran gewesen, Barcelona zu verlassen". Er erwäge, in die Premier League zu gehen, lerne Englisch. Nichts Konkretes, nichts muss, aber alles kann.

Es war ein Konjunkturprogramm, speziell für die englische Gerüchtemaschinerie - trotz aller Beteuerungen des Klubs, dass da nichts dran sei, dass Messi im Gegenteil bald einen Rentenvertrag bei Barca unterzeichnen könnte.

Diese Woche war es nun der Daily Star, der vorlegte: Nur zu gerne würde der Argentinier vor dem Steuer-Ärger in Spanien nach England "flüchten", zum FC Arsenal und Mesut Özil - sofern die Gunners zusätzlich zu der ausgerufenen 290-Millionen-Euro-Ablöse 45 Millionen Euro Jahresgehalt hinlegten. Ein Klacks.

Ein glaubwürdiges Gerücht oder doch nur ein beeindruckendes Namen- und Zahlenspiel? Auf Tebas' Interview schlägt der Daily Star jedenfalls schon wieder voll in die Gegenrichtung aus, nennt ihn einen "großen Schlag" gegen die Jagd auf Messi.

Die Ronaldo-Spur ist heißer

Bei Ronaldo könnte die Spur heißer sein. Der Portugiese ist grundsätzlich nicht so fest mit Real verwachsen wie Messi mit Barca.

Manchester United und Paris St. Germain sind denkbare Optionen für den angeblich 113 Millionen Euro teuren Wechsel (Daily Mirror): Bei United ließe sich die Geschichte einer großen Heimkehr schreiben, bei PSG könnte er einer aufstrebenden (und finanziell potenten) Fußballmacht zum nächsten Schritt verhelfen.

Angebliche Gespräche mit dem Klub und eine angebliche Flüsterei in Richtung Coach Laurent Blanc ("Würde es lieben, mit dir zu arbeiten") haben zuletzt Wellen geschlagen.

Die Gespräche hat PSG dementiert, aktuell hat Paris auch andere Themen als den Fußball, trotzdem gilt die Ronaldo-PSG-Verbindung als sehr denkbar.

"Ich sehe Ronaldo nächstes Jahr in Paris", sagt zum Beispiel auch Ex-Nationalspieler und -FIFA-Präsidentschaftsanwärter David Ginola beim englischen Sender BT Sport. Ronaldos Landsmann und alten Real-Coach Jose Mourinho, gerade beim FC Chelsea in Schwierigkeiten, übrigens auch.

Spaniens Boss träumt lieber von Ribery

Spaniens Ligachef beeindruckt das alles nicht: "Ronaldo und Messi waren die vergangenen Jahre angeblich ja schon je zweimal weg - mindestens."

Die beiden bleiben, da ist Tebas sicher. Und träumt lieber davon, welche Weltstars sich noch hinzugesellen könnten: "Ich würde Wayne Rooney gern in Spanien sehen." David de Gea auch. Gerne auch Franck Ribery vom FC Bayern.

Mehr geht immer.

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