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Der FC Barcelona gewinnt gegen Atletico Madrid und macht einen wichtigen Schritt zum Titelgewinn. Den Ausgleich erzielt Lionel Messi. Ein böses Foul sorgt für einen Aufschrei.

Der "goldene Sieg" war für Lionel Messi äußerst schmerzhaft. Nach einem brutalen Tritt von Filipe Luis beim 2:1 (2:1) des FC Barcelona gegen den Verfolger Atletico Madrid auf das Knie des Superstars schrie nicht nur der Argentinier auf.

"Es tat uns allen weh", schrieb in seiner Heimat die Zeitung Olé. Und sein Trainer Luis Enrique, der am Spielfeldrand ausrastete, war "erschrocken" und "fürchtete das Schlimmste".    

Die spanische Sporttageszeitung Marca zählte die Attacke des Brasilianers, der dafür kurz vor der Halbzeitpause die Rote Karte sah (44.), umgehend zu "den fünf schaurigsten Fouls an Messi".

Platzverweis hilft Barca

Der Platzverweis half dem Tabellenführer, der sich mit dem Erfolg im Spitzenspiel um drei Punkte von seinem schärfsten Verfolger absetzte.     

Superstar Messi, der bis zum Ende durchspielte, stand beim "goldenen Sieg für Barcelona" (Sport) aber nicht nur als Gefoulter im Blickpunkt, sondern natürlich auch als Torschütze. Sein Ausgleichstreffer in der 30. Minute nach dem frühen Rückstand durch Koke (10.) drehte das Spiel.

Es war das 482. Tor seiner Karriere. Kurios: Zusammen mit seinem portugiesischen Erzrivalen Cristiano Ronaldo, der am Sonntagabend mit Real Madrid gegen Espanyol Barcelona antritt, brachte er es am Samstag auf exakt 1000 Treffer.

"Keine Vorwürfe" für die Sünder   

Atletico beendete das Spiel mit nur acht Feldspielern, nach Filipe Luis flog auch noch Diego Godin (65.) per Ampelkarte vom Platz. Atletico-Trainer Diego Simeone wollte den beiden dennoch "keine Vorwürfe machen. Auch in Unterzahl haben wir weiter unser Spiel gemacht".    

Enrique bemühte sich dagegen vor allem darum, die Euphorie nach dem richtungweisenden Sieg im Titelrennen zu bremsen. "Natürlich ist es ein wichtiger Tag für uns, wenn wir drei Punkte gegen unseren härtesten Rivalen holen", sagte der Barca-Coach, "aber es ist noch ein weiter Weg."    

Torhüter Claudio Bravo, der erneut denn Vorzug vor Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen erhalten und mit seinen Paraden maßgeblich zum Erfolg beigetragen hatte, stimmte ein: "Die drei Punkte brauchten wir unbedingt, weil es sehr eng in der Liga ist."     

Barca hat jetzt 51 Punkte auf dem Konto, Atletico verbleibt bei 48 Zählern. Der Vorsprung auf Real beträgt zunächst sieben Punkte. Die Königlichen spielen am Sonntag (ab 20.15 Uhr im LIVETICKER) gegen Espanyol. 

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