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Der Ex-Präsident von Real Madrid spricht Klartext: Der entlassene Trainer Benitez sei nur vierte Wahl gewesen, zwei Deutsche wollten aber nicht.

War Rafael Benitez bei Real Madrid von Beginn an zum Scheitern verurteilt? Das will zumindest Ex-Präsident Ramon Calderon wissen.

"Er war ein Trainer, der beim Projekt von Real Madrid tot geboren wurde, um es auf eine Art zu sagen. Denn er war nicht die erste Wahl, sondern die vierte Option", sagte der 64-Jährige in einem Interview mit Omnisport.

Demnach habe Real zunächst versucht, Jose Mourinho zurückzuholen, doch dieser habe unerfüllbare Bedingungen gestellt. Dann seien sowohl Joachim Löw als auch Jürgen Klopp kontaktiert worden, beide Trainer hätten jedoch abgelehnt.

Perez "wie ein Diktator"

Deshalb hätten sich die Königlichen letztlich für Benitez entschieden, "obwohl sein Stil gar nicht zu Real passte", so Calderon. Benitez wurde Anfang Januar nach nur 216 Tagen als Chefcoach von Real Madrid entlassen, Zinedine Zidane übernahm daraufhin das Zepter.

Kein gutes Haar lässt Calderon, der zwischen 2006 und 2009 als Real-Präsident tätig war, zudem an seinem Nachfolger Florentino Perez. "Der Abgang von Casillas, die Transfersperre - Reals Image ist schlecht", sagte der der Rechstwanwalt.

Das Problem dabei sei, dass alles in einer Hand liege wie bei einem Diktator. "Es kann keiner ändern, es sei denn, man ist eben Florentino Perez."

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