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Jerome Champagne geht als Außenseiter in die FIFA-Präsidentschaftswahl © Getty Images

FIFA-Präsidentschaftskandidat Jérôme Champagne (57) geht trotz der für ihn niederschmetternden Hochrechnungen optimistisch in die Wahl des Fußball-Weltverbandes. "Ich lese die Medien und die Buchmacher, die prognostizieren, ich hätte keine Chance, und sage mir: 'Okay, wir werden sehen.'", sagte der Franzose der Neue Zürcher Zeitung: "Ich kann gewinnen, ich kann verlieren. Aber ich habe Chancen."

Champagne tritt am 26. Februar in Zürich gegen Prinz Ali bin Al Hussein (40/Jordanien), Tokyo Sexwale (62/Südafrika) und die beiden Favoriten Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (50/Bahrain) und Gianni Infantino (45/Schweiz) an. Wer ihn unterstützt, hält Champagne, früher langjähriger Mitarbeiter bei der FIFA, geheim.

"Eine kleine Geschichte: Ich kenne den Verbandspräsidenten eines afrikanischen Landes, der mir nahestand", sagte Champagne: "Auf einmal sagte er mir, er würde jemand anderen unterstützen. Danach rief mich der Vizepräsident an und sagte: 'Weißt du, was passiert ist? Sie haben ihn nach Dubai eingeladen.' Solche politischen Druckmittel und finanziellen Möglichkeiten habe ich nicht."

Die zahlreichen Deklarationen aus den Konföderationen - vor allem für Scheich Salman und Infantino - seien "nichts wert", sagte der Franzose: "Ein Beispiel: Einer meiner Konkurrenten kam im Privatflugzeug nach Barbados. So reisen diese Leute. Der Verbandspräsident von Barbados hat höflich gesagt, Gianni Infantino sei eine gute Person. Am nächsten Tag stand in der Zeitung: Barbados unterstützt Infantino. Und der Präsident musste erklären, er habe dies nie gesagt."

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