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Omar al-Baschir mit der Hochstaplerin © Twitter/@kaisos1987

Der wegen Völkermordes angeklagte Präsident des Sudan feiert sich für ein von Lionel Messi signiertes Trikot. Am Ende ist die Nummer für ihn aber vor allem peinlich.

Ein von Lionel Messi unterschriebenes Trikot des FC Barcelona war genug, um den sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir der Lächerlichkeit preiszugeben.

Al-Baschir bekam das Trikot von einer Frau überreicht, die sich als Angestellte des FC Barcelona ausgab und ihm weismachte, dass der Verein und all seine Stars sich dafür eingesetzt hätten, dass er dieses Geschenk für seine Verdienste bekomme.

Seit 2008 läuft ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen gegen al-Baschir.

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Das hielt ihn aber nicht davon ab, die Geschichte zu glauben. Er empfing die Dame namens Elisa Plasco und lud dazu Journalisten ein.

Denen erzählte er, dass die absolute Mehrheit der bitterarmen Bevölkerung seines Landes Barcelona-Fans sei. Außerdem sei er der erste Staatschef eines islamisch geprägten Landes, dem diese Ehre zuteil würde. Die Medien im arabischen Raum berichteten eifrig.

Danach stellte sich heraus: Plasco hat mit dem FC Barcelona überhaupt nichts zu tun, sondern wollte als Inhaberin einer Investmentfirma nur an al-Baschir und dessen Geld herankommen.

Laut dem Nachrichtenportal Al-Tagheer aus dem Jemen bemerkte al-Baschir die Peinlichkeit erst, als außer den Medien im Sudan niemand über seine große Stunde berichtete.

Sein Sportbeauftragter habe daraufhin eine Nachricht von Barca bekommen, dass der Verein keine Kenntnis von einer solchen Aktion habe.

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