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Theo Zidane und Elyaz Zidane (1.u.2.v.l.) dürfen vorerst nicht mehr für Real Madrid spielen © Getty Images

Die Transfersperre sorgt bei Real Madrids Trainer Zinedine Zidane für Empörung. Das Urteil der FIFA betrifft nicht nur sein Team, sondern auch zwei seiner vier Söhne.

Champions-League-Sieger Real Madrid kämpft mit aller Macht gegen die Transfersperre an, die die FIFA ihm bis 2018 auferlegt hat. 

Der Cheftrainer der Königlichen, Zinedine Zidane, hat gleich doppelten Grund zur Empörung. Zum einen kann er keine neuen Spieler registrieren, zum anderen sind seine beiden jüngsten Söhne Elyaz (10) und Theo (14) direkt von dem Urteil des Weltverbands betroffen.

Denn: Elyaz und Theo dürfen laut den Statuten der FIFA nicht für Real spielen, da sie minderjährig sind und nicht ursprünglich aus Spanien stammen, sondern aus Frankreich. Beide wurden in Marseille geboren.

"Absurd und ungerecht"

Der 19. Paragraph des "Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern" der FIFA verbietet internationale Transfers von unter 18-Jährigen und deren Erstregistrierungen in einem Land, dessen Staatsbürgerschaft sie nicht besitzen.

"Ich verstehe gar nichts mehr", sagte Zidane senior auf einer Pressekonferenz am Freitag.

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"Das ist total absurd und ungerecht, denn Elyaz und Theo haben praktisch ihr ganzes Leben mit ihrer Familie hier in Madrid verbracht. Ich bin verärgert, dass sie nicht spielen dürfen", erklärte der 44-Jährige.

Ältere Söhne spielberechtigt

Seine beiden anderen Söhne, Luca (18) und Enzo (21), sind aufgrund ihrer Volljährigkeit nicht von dem Urteil betroffen. Zidane ist trotzdem erbost: "Wie gesagt: Ich verstehe nichts. Ich werde Elyaz und Theo sagen, dass sie sich jetzt in Geduld üben müssen. Ich vertraue auf den CAS."

Real hat gegen das Urteil der FIFA umgehend Berufung beim CAS, dem Internationalen Sportsgerichtshof, eingelegt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Sperre aufgehoben wird, ist allerdings sehr gering. Der FC Barcelona war 2014 mit seinem Einspruch gescheitert.

"Sperre wirft uns nicht zurück"

Zumindest in Bezug auf seine Mannschaft macht sich Zidane keine Sorgen: "Ich denke nicht, dass diese Sanktion uns gegenwärtig oder zukünftig zurückwirft. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Kader, mir stehen 24 großartige Spieler zur Verfügung."

Einer davon ist Cristiano Ronaldo. Der portugiesische Europameister wird am Samstag beim Liga-Spiel gegen CA Osasuna (ab 16 Uhr im LIVETICKER) sein Comeback für den 32-fachen spanischen Meister feiern. 

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