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Lukas Podolski im Trikot von Inter Mailand
Frust pur: Lukas Podolski ist bis zum Sommer vom FC Arsenal ausgeliehen © Getty Images

Mailand - Bei Inter Mailand muss Weltmeister Lukas Podolski gegen Palermo 90 Minuten zuschauen. Der Schweizer Xherdan Shaqiri hat bei Trainer Roberto Mancini derzeit bessere Aktien.

Lukas Podolski ist vom Regen in die Traufe gekommen. Eigentlich wollte der 29 Jahre alte Weltmeister in der italienischen Serie A bei Inter Mailand sportlich durchstarten - doch nach nur wenigen Spielen ist der "kölsche Prinz" wieder genau das, was er schon beim FC Arsenal war: Ergänzungsspieler.

Ausgerechnet der ehemalige Münchner Xherdan Shaqiri läuft ihm den Rang ab. Am Sonntag beim 3:0 gegen US Palermo saß Podolski 90 Minuten auf der harten Ersatzbank, andere Inter-Spieler wie Shaqiri zum Beispiel glänzten.   

Der Schweizer leistete mit einem Eckball die Vorarbeit zum Kopfballtor von Fredy Guarin (15.). Zudem traf Mauro Icardi (64./88. ). Die Gazzetta dello Sport lobte die Leistung Shaqiris, den das Blatt wegen seiner Energie mit einer "Dose Red Bull" verglich, ausdrücklich.

Begeisterung schnell verflogen

Die Begeisterung bei Inter-Trainer Roberto Mancini über seinen neuen deutschen Star Podolski ist sehr schnell verflogen. Schon die Entscheidung des Coaches in der vergangenen Woche, den 127-maligen deutschen Nationalspieler (47 Treffer) nicht für die Europa League nachzumelden, war ein erstes Indiz, dass der Lieblingsschüler von Bundestrainer Joachim Löw bei den Lombarden keine allzu guten Karten besitzt.   

Der neue Klub setzte Podolski nicht auf die Meldeliste der 25 Spieler, die in der anstehenden K.o.-Phase noch eingesetzt werden dürfen. Stattdessen nominierte Inter Shaqiri für jenen Kader nach, den die Nerazzurri vor der Saison bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) für die Europa League angegeben hatten.   

Da beide Profis in der laufenden Saison schon Einsätze in der Champions League absolviert hatten, konnte nur einer von beiden nachnominiert werden. Podolski stand nach zuletzt schwachen Leistungen in der Kritik und wartet noch auf seinen ersten Treffer für Inter.   

Shaqiri immer wichtiger

Für Mancini scheint Shaqiri immer wichtiger zu werden. Dies haben auch die italienischen Gazetten erkannt. "Mancini hat Schema und Spieler gewechselt. Die Lösung mit Shaqiri scheint zu funktionieren", analysierte die Gazzetta. Mancini lobte den Schweizer Internationalen: "Shaqiris Form wird immer besser, das ist für die Mannschaft wichtig."

Eine positive Bewertung erhielt Shaqiri auch vom Corriere dello Sport, der blumig fabulierte: "Shaqiri hat explosive Schenkel, die Palermos Verteidigung durchbrechen." Auch die Gazzetta attestiert Inter eine Leistungssteigerung.

"Die Mannschaft von Trainer Roberto Mancini findet sich wieder. Das 3:0 gegen Palermo ist das erste Lebenszeichen nach drei Niederlagen in Folge in der Serie A und im Pokal", lautete das Fazit der Sporttageszeitung.   

"Schatten der Krise"

"Willkommen zurück Inter! Guarin und Icardi, zwei Spieler, die vor einer Woche nach der Niederlage gegen Sassuolo von den Tifosi stark angegriffen worden waren, bescheren dem Klub einen Erfolg, der die Schatten der Krise auflöst", schrieb das Blatt weiter.

Zuletzt hatten die Schwarz-Blauen in der Serie A am 11. Januar eine Partie (3:1 gegen Genua) gewonnen.

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