vergrößernverkleinern
Keisuke Honda im Trikot des AC Mailand
Keisuke Honda und der AC Mailand sind einer Bank aus Thailand offenbar eine gewaltige Summe wert © Getty Images

Der thailändische Bankier Bee Taechaubol, Chef der Finanzgruppe Thai Prime, hat Milans Eigentümer Silvio Berlusconi offenbar ein Angebot in Höhe von einer Milliarde Euro für den Kauf eines mehrheitlichen Aktienpakets am AC Mailand unterbreitet.

"Die Verhandlungen laufen bereits seit Oktober. Jetzt warte ich nur auf eine Zusage Berlusconis. Ich bin bereit, den Deal bis Ende Februar abzuschließen. Der Brand Milan hat ein riesiges Potenzial auf dem asiatischen Markt", wurde Taechaubol von der römischen Tageszeitung La Repubblica am Dienstag zitiert.

Sollte er das Angebot annehmen, könnte Berlusconi nach 30 Jahren das mehrheitliche Eigentum an seinem Klub verlieren.

Leistungsmäßig konnte Milan in den letzten Jahren in der Serie A und im Europacup nicht mehr mithalten.

Auch nach der Übernahme durch die Bank aus Bangkok soll Berlusconis Tochter Barbara, die derzeit Co-Geschäftsführerin im Klub ist, als Marketingchefin im Verein aktiv bleiben.

Die Thailänder wollen unter anderem den Bau eines neuen Milan-Heimstadions finanzieren.

Berlusconis Medienholding Fininvest hatte am Montag mitgeteilt, dass der TV-Tycoon die Mehrheit am italienischen Klub behalten wolle.

"Fininvest bekräftigt, nicht am Verkauf eines Mehrheitsanteils des AC Milan interessiert zu sein", hieß es am Montag in einer Mitteilung des Konzerns.

Fininvest bestätigte zwar das Interesse "verschiedener Parteien" am Traditionsklub aus Mailand, dementierte allerdings, dass es schon substanzielle Verhandlungen gegeben habe.

Vor zwei Jahren war auch Milans Stadtrivale Inter Mailand unter asiatische Kontrolle geraten.

Die Mehrheit übernahm der indonesische Medienmogul Erick Thohir.

Video
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel