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Bekamen nach dem Inter-Sieg gegen Lazio Rom von der italienischen Presse ihr Fett weg: Miroslav Klose (l.) und Lukas Podolski © Imago

Rom - Lukas Podolski siegte mit Inter Mailand 2:1 gegen Lazio Rom und Miroslav Klose. Die italienische Presse spart nicht mit Kritik an den Weltmeistern.

Die Noten der Experten für Lukas Podolski und Miroslav Klose waren alles andere als weltmeisterlich. Nach dem 35. Spieltag der italienischen Serie A und dem direkten Duell blicken die beiden Helden von Rio dem Saisonende mit unterschiedlichen Perspektiven entgegen.

Gespräche über neuen Vertrag

Denn während für "Poldi" bei Inter Mailand die Zeichen auf Abschied stehen, laufen angeblich vielversprechende Gespräche von Champions-League-Aspirant Lazio Rom mit dem in einem Monat 37-Jährigen Klose über einen Verbleib für ein weiteres Jahr.

Beim 2:1 (1:1)-Sieg des Tabellensiebten Inter beim Dritten aus Rom standen die WM-Helden nur 16 Minuten gemeinsam auf dem Rasen.
Erst zur zweiten Halbzeit brachte Trainer Roberto Mancini die Arsenal-Leihgabe Podolski. Klose wurde nach dem Platzverweis von Torwart Federico Marchetti (61.) ausgewechselt.

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Entsprechend reagierten die Medien. "Podolski hat zwei Gelegenheiten, doch er findet nicht die richtige Idee für den Erfolg", kritisierte Gazzetta dello Sport den 29-Jährigen, der in einem Playboy-Interview seinen Wunsch für eine Rückkehr "irgendwann nach Köln" unterstrich: "Aber es muss auch von beiden Seiten her passen."

"Klose ist komischerweise blass"

Eine schlechte Note erhielt auch Lazios Torjäger Klose. "In der ersten Halbzeit fehlte die Konsequenz, überhaupt fehlt es ihm an Dynamik", urteilte die Gazzetta.

"Klose ist komischerweise blass. Er vergibt eine große Chance und begeht einen tödlichen Fehler", schrieb La Repubblica. "Klose ist wieder einmal mit ganzem Herz bei der Sache. Seine Schuld ist jedoch, ein einfaches Tor nicht zu schießen", kommentierte die römische Tageszeitung Il Messaggero.

Lazio-Sportdirektor sucht Schuld beim Schiedsrichter

Die Niederlage schmerzte besonders Lazios Sportdirektor Igli Tare, der gravierende Schiedsrichterfehler für die Niederlage im Kampf um Platz zwei und die direkte Qualifikation für die Königsklasse mitverantwortlich machte. "Wir haben aber noch drei Spiele vor uns und nur einen Punkt weniger als der AS Rom", kommentierte Tare.

Der Abstand zum Dritten SSC Neapel beträgt immerhin noch drei Zähler. Gute Perspektiven also für Lazio und Klose.

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