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Luca Toni
Luca Toni steht noch bis Sommer 2016 bei Hellas Verona unter Vertrag © Getty Images

Der ehemalige italienische Nationalspieler Luca Toni hat vor dem Oberlandesgericht München eine kleine Niederlage erlitten.

Der 15. Senat entschied am Mittwoch, dass die ehemaligen Steuerberater des früheren Angreifers des FC Bayern München diesem nur rund 1,25 Millionen Euro schulden. Toni hatte im Mai 2014 knapp 1,7 Millionen Euro zugesprochen bekommen, gegen dieses Urteil des Landgerichts München I hatten die Beklagten Berufung eingelegt.

Toni hatte seine Steuerberater verklagt, weil er für seine Zeit beim deutschen Fußball-Rekordmeister (2007 bis 2010) nachträglich Kirchensteuer plus Säumniszinsen in Höhe von knapp 1,7 Millionen zahlen musste. Das Landgericht München hatte Toni, der den ehemaligen Steuerberatern falsche Beratung vorwarf, zunächst überwiegend recht gegeben. Die Steuerberater dagegen verwiesen darauf, dass der FC Bayern und eine Sekretärin angeblich fehlerhaft gearbeitet hatten.

In der Spalte "Religion" hatte der FC Bayern, der nach Angaben des Gerichts 500.000 Euro netto im Monat an den Torjäger zahlte, einen Strich gesetzt. Die Steuerberater änderten dies später in "r.-k." für römisch-katholisch. Der FC Bayern trat im Verfahren als sogenannter Streithelfer für Toni auf.

Auch die Kosten des Rechtsstreits wurden aufgeteilt. Toni muss etwa ein Viertel tragen, die beklagten Steuerberater rund 75 Prozent. Eine Revision gegen das Urteil ist nicht zugelassen, die ehemaligen Steuerberater von Toni können allerdings eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einreichen.

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