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Die rassistischen Rufe der Fans bei der Pleite gegen Neapel haben für den Klub von Miroslav Klose Folgen. Lazio muss in zwei Heimspielen auf die Unterstützung der Ultras verzichten.

Nach dem neuerlichen Rassismus-Eklat bei Lazio Rom ist der italienische Fußball-Erstligist mit einem Teilausschluss der Zuschauer für die kommenden zwei Heimspiele verurteilt worden. Dies entschied der italienische Verband FIGC am Donnerstag. Zusätzlich muss Lazio eine Strafe von 50.000 Euro bezahlen.

In den Partien gegen Hellas Verona (11. Februar) und Sassuolo Calcio (29. Februar) muss der Klub des deutschen Weltmeisters Miroslav Klose auf die Unterstützung seiner Ultras verzichten, die in der Nordkurve stehen. Dort sind drei Blöcke gesperrt, andere Teile des Stadions sind von dem Ausschluss nicht betroffen. Italienische Medien hatten zuvor sogar von zwei "Geisterspielen" berichtet.

Damit reagierte der FIGC auf die Verfälle während des Heimspiels gegen den SSC Neapel (0:2) am Mittwochabend. Wegen anhaltender rassistischer Rufe der Heimfans war das Spiel für dreieinhalb Minuten unterbrochen worden. Opfer der Beleidigungen während der zweiten Halbzeit war Neapels Verteidiger Kalidou Koulibaly aus dem Senegal.

"Ich bin froh darüber, dass das Spiel unterbrochen worden ist. Es wurde langsam peinlich", sagte SSC-Trainer Maurizio Sarri.

Koulibaly bedankte sich nach dem Spiel für die Solidaritätsbekundungen und auch beim Referee für dessen Mut. "Ich danke meinen Teamkollegen, dem Verein und unseren Fans, die eine große Unterstützung gegen diese hässlichen Rufe waren", schrieb er.

Lazio-Trainer Stefano Pioli hingegen kritisierte: "Indem man das Spiel unterbricht, schenkt man einer Minderheit zu viel Aufmerksamkeit. Ich hätte das Spiel weiterlaufen lassen."

Gonzalo Higuain erzielte sein 23. Tor im 23. Saisonspiel (24.), den zweiten Treffer markierte José Callejon (27.). Klose stand in der Startelf und wurde nach 70 Minuten ausgewechselt. Lazio hinkt als Tabellenneunter den eigenen Ansprüchen hinterher.

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