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Trainer Simone Inzaghi (M.) übernimmt bei Lazio Rom
Trainer Simone Inzaghi (M.) übernimmt bei Lazio Rom © Getty Images

Lazio verliert das Derby gegen AS Rom. Trainer Stefano Pioli kostet die Pleite seinen Job. Der neue Coach von Miroslav Klose steht aber schon fest.

Nationalspieler Antonio Rüdiger hat deutsche Duell der Serie A gewonnen - der geschlagene Miroslav Klose trug in seinem vielleicht letzten römischen Derby daran allerdings die geringste Schuld.

Rüdiger gewann mit AS Rom das "Auswärtsspiel" bei Kloses Lazio verdient mit 4:1 (1:0) und machte durch den dritten Derby-Sieg in Folge und den höchsten Sieg über den Stadtrivalen seit 2002 (5:1) einen weiteren Schritt in Richtung erneuter Champions-League-Teilnahme.

Klose wurde bei seinem bis dahin ganz schwachen Team erst in der 56. Minute eingewechselt und gab mit seiner Vorarbeit zum 1:2 durch Marco Parolo (75.) den Startschuss für eine hitzige Schlussphase. Dennoch muss sein Team sich nun auf eine Saison ohne Europacup-Teilnahme einstellen.

Inzaghi folgt auf Pioli

Der Verein zog am Abend die Konsequenzen und entließ Trainer Stefano Pioli. Nachfolger wird der bisherige Jugendtrainer Simone Inzaghi, jüngerer Bruder des 57-maligen Nationalspielers Filippo Inzaghi. Ob dieser im kommenden Jahr noch auf Klose bauen kann und ob der 37-Jährige seine Karriere überhaupt fortsetzt, ist offen.

Innenverteidiger Rüdiger, der in der Vorwoche in den beiden Länderspielen gegen England (2:3) und Italien (4:1) in der Startformation der Nationalelf stand, bot eine solide Leistung. Die Roma war durch einen Kopfball von Stephan El Shaarawy (15.) in Führung gegangen, vergab in der Folge aber zahlreiche Chancen, den Vorsprung auszubauen.

Trostlose Kulisse

Lazio wurde erst nach Kloses Einwechselung druckvoller, das Derby mit insgesamt vier Pfosten-und Lattentreffern (2:2) nun endlich auch rassiger. Der vier Minuten zuvor eingewechselte Ex-Bundesliga-Torschützenkönig Edin Dzeko (64.), Alessandro Florenzi (83.) und Diego Perotti (87.) schossen die weiteren Tore für den Tabellendritten. Wesley Hoedt von Lazio sah in der Schlussminute noch die Gelb-Rote Karte.

Das 162. Derby della Capitale fand derweil vor trostloser Kulisse statt: Nachdem Fangruppen beider Teams aus Protest gegen die strengen Sicherheitsmaßnahmen zum Boykotta aufgerufen hatten, war nicht einmal die Hälfte der knapp 73.000 Plätze im Olympiastadion besetzt.

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