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FIFA President Gianni Infantino Visits South Korea
Gianni Infantino (M.) ist Präsident des Weltverbandes FIFA © Getty Images

Die FIFA entscheidet im Oktober über eine Ausweitung der WM auf 40 Mannschaften. Schon am Freitag wird über die Aufnahme des Kosovo und von Gibraltar entschieden.

Der Fußball-Weltverband FIFA wird im Herbst über eine mögliche "Mammut-WM" mit 40 Mannschaften entscheiden. Das bestätigte der frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (65) nach der ersten Sitzung des FIFA-Council am Dienstag in Mexiko-Stadt.

Die Aufstockung des WM-Teilnehmerfeldes, die der neue FIFA-Präsident Gianni Infantino (45) im Wahlprogramm hatte, werde bei der Sitzung des neuen FIFA-Rats am 13. und 14. Oktober in Zürich auf der Agenda stehen.

Für die WM 2026, die erstmals durch den Kongress vergeben werden wird, verabschiedete das Council einen Vier-Phasen-Plan, der in einer Vergabe im Mai 2020 enden wird. Bis Mai 2017 läuft zunächst eine "Konsultationsphase". Die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Bewerbung sollen aber ebenfalls schon im Oktober beschlossen werden.

Infantino hatte die Idee einer Aufstockung der Weltmeisterschaft von 32 auf 40 Mannschaften zuletzt erneut verteidigt. Bei seiner Wahl Ende Februar hatte dies ihm womöglich wichtige Stimmen aus Afrika und Asien eingebracht, allerdings auch Gegenwind aus Deutschland.

Außerdem wird FIFA-Kongress schon am Freitag über die Aufnahmeanträge des Kosovo und von Gibraltar entscheiden. Einen entsprechenden Beschluss segnete das neue FIFA-Council ab. Bislang hat die FIFA 209 Mitglieder.

Bei der Abstimmung am Freitag genügt die absolute Mehrheit (über 50 Prozent der abgegebenen und gültigen Stimmen) für die Aufnahme neuer Nationalverbände. Werden die beiden Nationalverbände aufgenommen, werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein nachträgliches Startrecht für die Qualifikation für die WM 2018 erhalten.

Der Kosovo war jüngst - allerdings denkbar knapp - als 55. Mitglied in die Europäische Fußball-Union (UEFA) aufgenommen worden. Es gibt weiterhin zahlreiche Länder, die die Unabhängigkeit der jungen Republik nicht anerkennen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte wie 27 andere UEFA-Nationen dafür gestimmt, 24 waren bei zwei ungültigen Stimmen dagegen.

Gibraltar, seit Mai 2013 UEFA-Mitglied, hatte vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS ein Schnellverfahren zur Aufnahme erstritten, nachdem ein vorheriger Antrag des kleinen Staates im September 2014 vom damaligen Exekutivkomitee abgelehnt worden war.

Der CAS verlangte, dass "schnellstmöglich alle notwendigen Maßnahmen" ergriffen würden, um Gibraltars Verband als vollwertiges Mitglied in der FIFA aufzunehmen.

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