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2022 soll die WM in Katar stattfinden
2022 soll die WM in Katar stattfinden © Getty Images

Das OK der WM 2022 in Katar will den Tod eines indischen Arbeiters untersuchen - bestreitet aber schon vorher, dass er etwas mit den Arbeitsbedingungen zu tun haben könnte.

Die Organisatoren der WM 2022 in Katar werden den Tod eines indischen Arbeiters auf einer WM-Baustelle untersuchen.

Dies kündigte das zuständige Supreme Committee for Delivery & Legacy an.

Es wurde jedoch schon bestritten, dass der Tod des Arbeiters im Zusammenhang mit den Bedingungen auf den Baustellen für die WM-Endrunde 2022 zu stellen sei.

Tod mit 48 Jahren

Der 48-jährige Jaleshwar Prasad war am vergangenen Mittwoch verstorben.

Auch durch die Einlieferung in ein Krankenhaus konnte er nicht mehr gerettet werden.

Die genaue Todesursache wurde bislang nicht bekannt gegeben, es handelte sich jedoch laut offizieller Version um einen Herzstillstand.

Besuch von Infantino

Erst vor Kurzem hatte Gianni Infantino, der neue Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA, Katar einen Besuch abgestattet, um sich über den Stand der Vorbereitung zu informieren.

Amnesty International hatte von Infantino ein stärkeres Engagement für die Menschenrechte im WM-Gastgeberland Katar eingefordert.

"Er hat die einzigartige Möglichkeit zu zeigen, dass während seiner Präsidentschaft die Menschenrechte gestärkt werden", hatte Amnesty-Sprecher Mustafa Qadri gesagt.

Es sei "essentiell", dass der Fußball-Weltverband Katar auffordere, gegen die "systematische Ausbeutung" von Arbeitern auf den WM-Baustellen vorzugehen.

Wiederholte Kritik

In der Vergangenheit waren wiederholt die Bedingungen für die Tausende Arbeiter auf den EM-Baustellen kritisiert worden.

Angeprangert wurde unter anderem das Kafala-System, das nicht selten zu sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen führt.

Mehr als 5000 Bauarbeiter aus Nepal, Indien und Bangladesch sind auf den WM-Baustellen im Einsatz. Häufig wurde die zum Teil immer noch menschenunwürdige Wohnsituation der Gastarbeiter durch internationale Gewerkschaften gerügt.

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