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Torjäger Gonzalo Higuain wird nach seiner Ankunft iin Turin umringt
Torjäger Gonzalo Higuain wird nach seiner Ankunft iin Turin umringt © Getty Images

Anhänger von Juventus Turin bereiten 90-Millionen-Mann Gonzalo Higuain einen begeisterten Empfang. In Neapel sind die Fans dagegen bitter enttäuscht.

Mit Sonnenbrille und einem Juve-Schal präsentierte sich 90-Millionen-Mann Gonzalo Higuain auf dem Turiner Flughafen den begeisterten Fans seines neuen Arbeitgebers. 

Sprechchöre für Stürmer

Die Anhänger des italienischen Rekordmeisters feierten den neuen Hoffnungsträger mit Sprechchören, der drittteuerste Fußballer der Welt winkte ihnen lächelnd zu. Dann verschwand der Argentinier schnell im Auto. Zeit hat Higuain keine zu verlieren.

"Ich bin sehr glücklich, ich will trainieren und mich gut vorbereiten", sagte der Torjäger. Das hören die Fans der "Alten Dame" gerne. Sie hoffen darauf, dass Higuain Juve zum ersten Titel in der Champions League seit 1996 schießt.

"Higuaín, der König der Tore. Juves Super-Angriff", titelte die Gazzetta dello Sport: "Higuain braucht keine Krone, um seinen Status als Nummer eins zu beweisen: Es reicht die Euphorie der Juventus-Fans."

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90 Millionen Euro Ablöse

Der 28-Jährige erhält in Turin einen Vertrag bis 2021. 90 Millionen überweist Juve in zwei Raten an den SSC Neapel. Teurer waren nur die Madrider Superstars Gareth Bale (100 Millionen) und Cristiano Ronaldo (94 Millionen). "Willkommen bei Juve! Es ist großartig, dich in unserem Team zu haben", twitterte Weltmeister Sami Khedira nach der Verpflichtung.

Juve plant CL-Titel

Higuain hat in der vergangenen Saison 36 Tore für Neapel erzielt und wurde damit Torschützenkönig der Serie A. "Dieses Mal wollen wir die Champions League gewinnen", sagte Trainer Massimiliano Allegri angesichts der eingebauten Torgarantie seines Neuzugangs.

Bei Juve könnte er an der Seite seines 22 Jahre alten Landsmannes Paulo Dybala stürmen, der in seiner Debütsaison 19 Liga-Tore für Juve erzielt hatte.

Neapel-Fans stinksauer

Die Fans des SSC Neapel reagierten enttäuscht auf den Abgang ihres einstigen Lieblings. Wütende Tifosi zerrissen Bilder des Vizeweltmeisters von 2014, verbrannten Trikots mit Higuains Rückennummer neun und skandierten "Verräter". Etliche Fans ließen sich zudem ihre Tattoos entfernen.

In Italien fürchtet man zudem eine große Langeweile, der sechste Meistertitel Juves erscheint nach der Schwächung eines Rivalen nur noch Formsache - selbst wenn Paul Pogba noch für über 100 Millionen Euro zum englischen Rekordmeister Manchester United wechseln sollte.

"Juve macht es wie Bayern München. Es kauft die stärksten Spieler der Rivalen", schrieb Tuttosport.

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