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Edin Dzeko wechselte 2015 von Manchester City zum AS Rom
Edin Dzeko wechselte 2015 von Manchester City zum AS Rom © Getty Images

Edin Dzeko hat beim VfL Wolfsburg seinen sportlichen Durchbruch gefeiert, seine neue Wahlheimat aber gefällt ihm besser - trotz beleidigungswütiger Fans.

Als Edin Dzeko Anfang 2011 die Bundesliga verließ, versicherte er: "Wolfsburg bleibt immer in meinem Herzen."

Inzwischen kann sich der Torjäger vom AS Rom einen kleinen Seitenhieb auf die alte Wahlheimat aber doch nicht verkneifen. Nicht aus sportlichen Gründen, da ist der Bosnier erklärtermaßen noch immer dankbar über den Karriere-Schub, den er beim VfL bekommen hat.

Aber im Gespräch mit der römischen Zeitung Il Messagero muss Dzeko doch festhalten, dass die Lebensqualität anderswo doch höher ist.

"Rom ist eine wundervolle Stadt, vor allem für diejenigen, die schon in so außerordentlichen Orten wie Manchester oder Wolfsburg gelebt haben", sagt er. Das "außerordentlich" für die beiden Arbeiterstädte kann man in dem Fall nicht anders als ironisch verstehen.

Dzeko: "Sie warten darauf, dich zu beschimpfen"

Dzeko spricht in dem Interview aber auch über Nachteile der neuen Wahlheimat.

"In Rom verhält sich das ähnlich wie in Bosnien", findet er in Bezug auf die Fans: "Sie kritisieren dich nicht, sie beleidigen dich. Also bin ich daran gewöhnt." Die Schonfrist für einen Stürmer sei kurz, "wenn du ein viertes Mal verschießt, gehen die Beschimpfungen los".

Mit 14 Toren in 21 Liga-Spielen liefert Dzeko im Moment wenig Anlass für Attacken. Dennoch glaubt der 30-Jährige, die Tifosi würden "nur darauf warten, dich beleidigen zu können". In Manchester sei da "weniger Druck" gewesen.

In Wolfsburg sowieso. Jeder Heimatort hat eben seine Vor- und Nachteile.

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