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Fenerbahce Bus Scheibe Schüsse
Der Bus von Fenerbahce ist beschossen worden © Getty Images

Zwei Tage nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Fenerbahce sind die mutmaßlichen Attentäter auf freiem Fuß. Dennoch könnte es noch zu einer Anklage kommen.

Die nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus des türkischen Renommierklubs Fenerbahce Istanbul festgenommenen Personen sind nach zwei Tagen wieder auf freiem Fuß.

Die beiden Männer gelten jedoch weiter als verdächtig und müssen möglicherweise mit einer Anklage rechnen. Das meldete die Nachrichtenagentur Dogan.

Berichten zufolge stimmten die am Tatort sichergestellten Fingerabdrücke nicht mit denen der festgenommenen Personen überein. Genauere Informationen über den Fortschritt der Ermittlungen lagen am Mittwoch jedoch nicht vor.

Nach seiner Freilassung wurde das Duo von Unterstützern begeistert empfangen und auf Händen getragen.

Auf den Mannschaftsbus von Fenerbahce war am Samstag ein bewaffneter Anschlag verübt worden. Nach Polizeiangaben wurde der Fahrer bei dem Beschuss des Fahrzeugs offenbar mit einer Schrotflinte durch berstende Glassplitter hauptsächlich im Gesicht verletzt und musste operiert werden. Lebensgefahr bestand nach Angaben der Ärzte nicht.

Neben dem Schützen suchen die Behörden einen Komplizen, der den Angriff gefilmt haben soll.

Spieler und Betreuer des Spitzenreiters, die sich in dem Bus nach dem 5:1-Erfolg bei Caykur Rizespor im Umkreis von Trabzon auf dem Weg zum Flughafen befanden, kamen mit dem Schrecken davon. Fernsehbilder zeigten, dass durch die Schüsse Front- und Seitenscheiben zerstört wurden.

Am Montag erklärte der Klub, bei dem die früheren Bundesliga-Profis Diego und Michal Kadlec unter Vertrag stehen, bis zur Aufklärung des Anschlags keine Spiele mehr zu bestreiten.

Der türkische Verband TFF hat aufgrund des Anschlags den nächsten Spieltag der Süper Lig am kommenden Wochenende abgesagt.

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