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München und Istanbul - Lukas Podolski wird in der Türkei zum Pokalhelden und reist mit Rückenwind zum Nationalteam. Jogi Löw habe er mit seinem Tor allerdings nicht beeindruckt.

Lukas Podolski wuchtete den Pokal auf seinen rechten Oberschenkel, mit dem Zeigefinger deutete er immer wieder auf das Objekt der Begierde: "Wir haben es geschafft, wir sind die Besten", jubelte der Matchwinner nach dem Pokal-Triumph mit Galatasaray Istanbul und garnierte das obligatorische Facebook-Foto mit seinem gängigen Spitznamen in der Türkei: "Panzer".

Pokalsieger, bald erneut Papa und dann auch noch Held des Abends: Viel mehr Rückenwind hätte sich Podolski vor der Reise zur EM-Vorbereitung mit dem Nationalteam kaum wünschen können. "Mit so einem entscheidenden Tor im Rücken zu einem Turnier zu fahren, gibt einem einen persönlichen Motivationsschub", sagte Podolski, der beim 1:0 (1:0) gegen Fenerbahce in Antalya das Siegtor (30.) köpfte, der Sport Bild.

Presse feiert Podolski

Von der türkischen Presse wurde Podolski am Freitag entsprechend gefeiert. "Sowohl wegen seines Treffers als auch durch seine körperliche Präsenz war Podolski der entscheidende Spieler der Gelb-Roten", schrieb die Tageszeitung Hürriyet: "Mit seinem Einsatz spielte der deutsche Star die wichtigste Rolle bei diesem Sieg."

Für Galatasaray, in der Liga nur auf Rang sechs ins Ziel gekommen, war es der insgesamt 17. Cup-Erfolg, der dritte in Folge "und nach einer nicht sehr guten Saison, die einzige Möglichkeit etwas zu gewinnen" so Podolski nach dem Spiel. Podolski erzielte im 44. Pflichtspiel seinen 18. Treffer. "Ich bin absolut zufrieden, was diese Zahlen betrifft", sagte der Weltmeister, der schon 2008 mit Bayern München und 2014 in England den nationalen "Pott" geholt hatte.

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Mit Rückenwind zur EM

Als "Lu Lu Lu Lukas Podolski" wurde er dann auch von den Fans in Sprechchören gefeiert. Auf internationaler Bühne wird Galatasaray aber trotz des Pokalsieges nicht vertreten sein. Wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play der Europäischen Fußball-Union (UEFA) ist "Gala" für den nächsten internationalen Wettbewerb gesperrt, für den sich der Klub bis zur Saison 2017/18 qualifiziert.

Für Podolski ging es noch in der Nacht zurück nach Istanbul, für Montag ist die Ankunft beim DFB-Team geplant. Dort wird "Poldi" mit offenen Armen erwartet. "Wenn ich nicht von seiner Klasse überzeugt wäre, hätte ich Lukas sicherlich nicht nominiert", hatte Bundestrainer Joachim Löw schon vor dem Pokalsieg gesagt: "Er ist körperlich in einem hervorragenden Zustand und kann jederzeit ein Spiel entscheiden, weil er immer in der Lage ist, ein Tor zu erzielen."

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Wie richtig Löw mit dieser Einschätzung lag, bewies Podolski am Donnerstag in Antalya. "Jogi weiß auch unabhängig davon, was er an mir hat", sagte Podolski nun der Sport Bild: "Ich denke, das Tor ändert nicht komplett seine Meinung über mich."

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