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Marco Huck boxt in der World Boxing Super Series gegen Oleksandr Usyk
Marco Huck boxt in der World Boxing Super Series gegen Oleksandr Usyk © Getty Images

In der erstmals stattfindenden World Boxing Super Series trifft Marco Huck im Cruisergewicht auf den ukrainischen Weltmeister und Olympiasieger Alexander Usyk.

Am Abend erlebt die Muhammad-Ali-Trophy in Berlin ihre Weltpremiere. Ex-Champion Marco Huck trifft auf den ukrainischen Weltmeister und Olympiasieger Aleksander Usyk.

Zuletzt lief es für Huck wenig erfolgreich. Im April kassierte der 32-Jährige gegen den Letten Mairis Briedis eine Niederlage nach Punkten. Damit verpasste er die Chance sich den vakanten Weltmeister-Titel im Cruisergewicht nach Version des Verbandes WBC zu sichern. 

Manchmal fehlt die Motivation

"Das lag auch an einem Motivationsloch – Briedis war zuvor ein Nobody und ich habe ihn stark unterschätzt. Es fällt mir schon mal schwer, mich richtig zu motivieren", sagt Huck heute.

Einen solchen Fauxpas darf und will sich der Lokalmatador gegen Usyk nicht leisten. Der Ukrainer ist der härteste Gegner und Top-Favorit auf den Titel in seiner Gewichtsklasse. 

Trainer Wegner glaubt an Huck

Für Hucks langjährigen Trainer Ulli Wegner kein Grund an den Stärken seines Schützlinges zu zweifeln: "Wenn Marco mit dem Rücken zur Wand war, hat er immer noch seine besten Leistungen gezeigt. Wer sagt, dass es dieses Mal anders sein soll? Wenn Marco sein volles Potenzial abruft, kann er Usyk schlagen." Doch damit das gelingt, muss schon einiges zusammenkommen.

Fest steht aber: Kassiert Huck gegen Usyk seine fünfte Niederlage im 46. Profi-Fight, sind die WM-Chancen wohl endgültig dahin. Bei einem Turniersieg aber wäre Huck nach nur drei Kämpfen Weltmeister aller vier bedeutenden Verbände, weil die Ali-Trophy alle wichtigen Titel vereinigt.

Erneutes Duell gegen Briedis möglich

Für den Deutsch-Serben keine Utopie: Wenn er nicht den Glauben hätte, das Turnier zu gewinnen, würde er "nicht daran teilnehmen", sagte Huck: "Ob nun Fans und Experten an mich glauben, interessiert mich nicht." Gelingt Huck die Überraschung gegen Usyk, könnte es in einem möglichen Halbfinale im Januar übrigens wieder gegen Briedis gehen. Leichter wird es für den Ex-Weltmeister also nicht.

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