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Daniel Bryan (r.) entthronte bei WrestleMania 30 im Jahr 2014 Randy Orton als Champion
Daniel Bryan (r.) entthronte bei WrestleMania 30 im Jahr 2014 Randy Orton als Champion © Imago

Orlando und München - Trotz seiner schweren Verletzungsvorgeschichte überdenkt WWE-Star Daniel Bryan seinen Rücktritt. "Ich werde wahrscheinlich wieder wrestlen", sagt er SPORT1.

Vor 14 Monaten beendete er unter Tränen seine Wrestling-Karriere - nun hofft der frühere WWE-Champion Daniel Bryan auf ein Comeback.

Der 35-Jährige schmiedet Pläne, nach Ablauf seines WWE-Vertrags im kommenden Jahr wieder in den Ring zu steigen. Das bestätigte er am WrestleMania-Wochenende in Orlando auf SPORT1-Nachfrage.

"Wenn mein Vertrag ausläuft, wenn ich glaube, dass ich gesund genug dafür bin und meine Frau auch, dann werde ich wahrscheinlich wieder wrestlen", erklärt er: "Wenn nicht, dann nicht."

Ärztestreit vor Karriere-Ende

Eine Rückkehr bei WWE ist keine Option, wegen einer schweren Kopfverletzung infolge zahlreicher Gehirnerschütterungen verweigert ihm der zuständige Arzt, Dr. Joseph Maroon, die Freigabe.

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Bryan hatte sich vor seinem Rücktritt im Februar 2016 deshalb einen öffentlichen Streit mit seinem Arbeitgeber geliefert, berief sich auf andere Untersuchungen renommierter Doktoren, die keine Bedenken anmeldeten.

Weitere Untersuchungen änderten Bryans Meinung und er verkündete sein Karriere-Ende - inzwischen jedoch hat er die nächste Volte vollzogen.

GM-Rolle füllt Daniel Bryan nicht aus

"Als ich aufgehört hatte, hatte ich fest vor, andere Lebenspläne zu schmieden", führt er aus. In diesem Monat erwartet Bryan sein erstes Kind mit Ehefrau Brie Bella.

In den Ring will der werdende Vater nun trotzdem zurück. Er habe wieder Blut geleckt, seit er bei WWE aktiv wurde, als Show-General-Manager bei der TV-Sendung SmackDown Live - eine Rolle, die ihn, wie er zugibt, nur bedingt ausfüllt.

"Manchmal habe ich Spaß dran - meine Freunde zu sehen, im Wrestling-Geschäft zu sein. Aber als ich wieder reingeworfen wurde, ist die Leidenschaft wieder richtig entflammt und der Gedanke, wieder wrestlen zu wollen, ist da gewesen", erinnert Bryan sich: "Manchmal ist es härter nah dran an etwas zu sein als weit weg."

Zoff vor WWE-Kamera spielt eine Rolle

Auch sein viel diskutiertes Streitgespräch mit Kollege The Miz, der Bryan - ohne dass es im Skript stand - wegen seines Karriere-Endes provozierte, habe seinen Teil beigetragen. Bryan hatte damals spontan ein Comeback außerhalb von WWE in Aussicht gestellt.

"Wenn man nicht aufhört mir Dinge an den Kopf zu werfen, dann passiert so was", sagt er: "Meine Frau sagt es mir immer wieder: Es gibt nichts, was zwischengeschaltet ist zwischen meinem Kopf und meinem Mund."

Und die Sorgen um die Gesundheit? "Die meisten Tests, die ich gemacht habe, sagen aus, dass es mir komplett gut geht", sagt Bryan: "Beim Gehirnerschütterungs-Thema liegt viel im Auge des Betrachters, viel mehr als bei allen anderen medizinischen Themen. Die Meinung der Leute ist unterschiedlich, so ist es eben."

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