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John Cena (r.) und Roman Reigns lieferten sich bei WWE Monday Night RAW einen Krieg der Worte © WWE 2017 All Rights Reserved

München - Mehr als ein verbaler Showkampf: Die beiden Wrestling-Topstars John Cena und Roman Reigns liefern sich bei WWE Monday Night RAW das Rededuell des Jahres.

Der Top-Star der vergangenen WWE-Jahre gegen den Mann, der ihn ersetzen soll: Das Duell zwischen John Cena und Roman Reigns kommt früher als gedacht.

Bei der TV-Show Monday Night RAW wurde das Duell schon für die kommende Großveranstaltung No Mercy am 24. September angesetzt - und mit einem bemerkenswerten Segment eingeleitet.

Cena und Reigns lieferten sich einen "Worked Shoot", ein Rededuell, indem die beiden nicht in ihrer Rolle verblieben: Die beiden wurden persönlich, hielten sich Dinge vor, bei denen es sich um reale Kritikpunkte der Fans am jeweils anderen handelte. Und griffen damit das Erfolgsrezept von CM Punks legendärer "Pipe-Bomb"-Ansprache von 2011 auf: Sie ließen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen.

Vor allem über Reigns - dessen Aufstieg zum "Big Dog" bei den WWE-Anhängern hoch umstritten ist - fielen Worte, die so noch nie vor laufender Kamera zu hören waren. Und auf entsprechend erstaunte Reaktionen stießen.

Cena: Reigns eine billige Kopie

Als Reigns unter Buhrufen zum Ring kam Zweifel anmeldete, ob er nach seinem historischen Sieg über den Undertaker bei WrestleMania ein Match gegen Cena überhaupt nötig hätte, legte sein Kontrahent los.

Cena erinnerte daran, dass er selbst die Fans spalte. Die einen würden ihn bejubeln, die anderen ausbuhen, vielleicht auch weil sie ihn lieber hätten, dass er den Bösewicht spielen würde, dass er einen "Heel-Turn" hinlegen würde (Cena sagte tatsächlich das Insider-Wort "Heel-Turn").

Bei Reigns sei die Lage anders. Er würde ausgebuht, weil er eine billige, von der WWE-Maschinerie produzierte Kopie von Cena sei ("a cheap ass corporately created Cena bootleg"). Die Fans begannen zu jubeln und "Yes!" zu rufen. Cena erinnerte Reigns dann daran, dass er kein abgekämpfter Veteran wie der Undertaker sei, sondern voll im Saft stehe und hungrig wie nie zuvor sei.

Reigns schlägt zurück - und kassiert Kontra

Reigns konterte, dass Cena ausgebuht würde, weil er ein Heuchler sei, den die Fans durchschauen würden, ein Teilzeitwrestler, der nur noch zum Kassieren komme und ein Intrigant, der hinter den Kulissen andere unten halten würde, die seinen Status gefährden. Bei ihm würde das nur nicht klappen, er wäre unantastbar. Er wäre nicht der nächste Cena, sondern der einzigartige Roman Reigns.

Cena antwortete, dass das nach fünf Jahren Übung ja mal eine halbwegs anständige Promo-Rede von Reigns' gewesen sei, dass er aber doch noch was zu sagen hätte.

Er erinnerte daran, wie er sich in den vergangenen Jahren keineswegs auf seinem Status beharrt hatte, sondern sich zurückgenommen und neue Stars wie Kevin Owens und AJ Styles geholfen. Niemand könne ihn verantwortlich machen, wenn er es nicht schaffe, kein so großer Star wie er zu werden - nur sich selbst.

Zum Abschluss meinte Cena, dass Reigns' Anspielung auf seinen Teilzeitstatus auf ihn selber zurückfalle. Cena sei deswegen noch da, weil Reigns seinen Job als Topstar nicht richtig mache - und Reigns müsse sich schämen, dass er als Teilzeitwrestler immer noch besser sei, als Reigns es als Vollzeitwrestler je werden würde.

Nach diesen Worten unterschrieb ein wütender Reigns den Matchvertrag, es folgte ein gemeinsames Match gegen Karl Anderson und Luke Gallows - das von dem denkwürdigen Rededuell aber in den Schatten gestellt wurde.

Weitere Highlights:

- General Manager Kurt Angle setzte eine Battle Royal an, um einen neuen Top-Herausforderer auf Intercontinental Champion The Miz zu küren. Jeff Hardy siegte, indem er am Ende Jason Jordan eliminierte.

- Universal Champion Brock Lesnar kam mit seinem Manager Paul Heyman zum Ring, der sich in einer Ansprache an Lesnars nächsten Herausforderer Braun Strowman wandte. Seltenes Bild: Lesnar ergriff am Ende selbst das Wort und warnte Strowman, was ihn bei No Mercy erwarten würde: "Suplex City, Bitch!"

- Im Hauptkampf der Show nutzte Alexa Bliss ihr Rückmatch gegen Sasha Banks, um sich den RAW-Damentitel zurück zu holen. Ihre Verbündete Nia Jax feierte den Sieg mit ihr, hob sie auf die Schultern - und ließ sie zu Boden krachen. Jax hat es nun offensichtlich selber auf den Gürtel abgesehen.

Die Ergebnisse von WWE Monday Night RAW:

Battle Royal um ein Intercontinental Title Match - Sieger: Jeff Hardy
Enzo Amore besiegt Noam Dar (Highlights bei YouTube)
Cesaro besiegt Seth Rollins (Highlights bei YouTube)
Dean Ambrose besiegt Sheamus (Highlights bei YouTube)
Emma besiegt Mickie James (Highlights bei YouTube)
John Cena & Roman Reigns besiegen Karl Anderson & Luke Gallows
WWE RAW Women's Title Match: Alexa Bliss besiegt Sasha Banks (c) - TITELWECHSEL!

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